Bestellung Anusara Handbücher

Schwangerenyoga – neuer Kurs – ab 09. Juli

Openlotus in Köln bietet Kurse speziell für Schwangere – Pränatalyoga

Yoga fördert geistiges und körperliches Wohlbefinden. Die Schwangerschaft bringt einige physische und emotionale Veränderungen mit sich. Der Kurs zielt darauf ab, Dir dabei zu helfen, Dich entspannt auf diese Zeit einzulassen. Wir beginnen die Praxis mit sanftem Yoga, bei dem man sich aber auch anstrengen und bewegen darf. Wir kräftigen und stärken den Körper nach Deinen Bedürfnissen und schaffen durch Dehnungen und bewusstes Loslassen viel Platz für Dein Baby. Durch tiefes Atmen wirst Du mehr Gespür für Dich und Dein Baby entwickeln und lernen, ganz gelassen mit den Veränderungen umzugehen. Die Yogaübungen und die Beckenbodenwahrnehmung werden Dich gezielt auf die Geburt deines Babys vorbereiten. Meditationen und Zeiten der Stille bereichern diese Stunden.

Sushma Ayurveda Special

Ayurveda im Juni und Juli mit Sushma Lima

Entdecke die Sprache des Ayurveda (= die Wissenschaft des Lebens; das traditionelle indische Heilungssystem) durch Vorträge, Massagen und Einzelsitzungen. Werde zum „Wissenschaftler” deines eigenen Lebens!

VORTRAG – Einführung „Was ist Ayurveda?”

SO | 30.06., 15:00-17:00 Uhr
Dieser kurzer Vortrag wird Dir eine Einführung in das System des Ayurveda geben. 
Themen: • Die Grundbausteine der 5 Elemente (Erde, Wasser, Feuer, Luft und Raum) und deren Eigenschaften • Die 3 Doshas (Grundkonstitutionen): Vata, Pitta, Kapha • Innere und äußere Einflüsse auf das Körper-Geist-System • Wie kann ich Ayurveda nutzen, um mein Körper-Geist-System besser zu verstehen und meinen Gleichgewichts-Zustand zu verbessern?
Preis: 19,- € / Rabatt von 9,- € bei einer Terminvereinbarung zur Ayurveda Massage oder Ayurveda Awareness Sitzung

AYURVEDA GANZKÖRPER-MASSAGE

Termine vom 30. Juni bis 17. Juli
Die Ayurveda Ganzkörperölmassage unterstützt den Körper-Geist darin, überschüssige und/oder mangelnde Energien (Doshas) im Körper auszubalancieren. Sie richtet sich nach dem aktuellen Zustand des Kunden und eröffnet eine Tür für mehr Bewusstsein.
Preis: 90 Min.  100,- € | 120 Min. – 120,- €

AYURVEDA AWARENESS SITZUNGEN

Einzelsitzungen vom 30. Juni bis 17. Juli
Ayurveda Awareness ist eine Einzelsitzung zur Selbst-Erforschung. Die Sprache des Ayurveda wird als Instrument für die Beobachtung interner und externer Faktoren, die unser Körper-Geist-System in einen Zustand des Gleichgewichts oder Ungleichgewichts bringen, eingeführt. Dies ist eine Einladung, die eigene Konstitution und Tendenzen zu identifizieren und so das Bewusstsein für den eigenen Körper, das eigene Leben zu stärken.
Preis: 2,5 Stunden, 120,- €

Über Sushma | Fernanda Lima

Ayurveda Bodyworker / Lifestyle-Beraterin (Ayurveda Mandala Training in Brasilien und Indien bei Komala Lyra und Prashanti De Jager)
Dipl. Tänzerin, Choreographin, Tanzpädagogin (Studium an der Hochschule für Musik und Tanz Köln)
Yogalehrerin (Ausbildungen im Openlotus Köln bei Nicole Konrad und Jayendra Hanley – Yoga Alliance zertifiziert und Anusara Inspired) 
Sushma ist Deutsch-Brasilianerin, lebte über 13 Jahre in Köln, wohnt seit 2 Jahren in Portugal und arbeitet international in den Bereichen Ayurveda, Yoga und Tanz. 

Anmeldung | Terminvereinbarung: mail@antarsushma.com oder Tel.: +49 176 3048 8707

 

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Ayurveda erfahren – mit Sushma

Ayurveda im Juni | Juli

mit Sushma Lima
Entdecke die Sprache des Ayurvedas (= die Wissenschaft des Lebens; das traditionelle indische Heilungssystem) durch Vorträge, Massagen, Einzelsitzungen und werde zum
“Wissenschaftler” deines eigenen Lebens!

 

VORTRAG – Einführung zu “Was ist Ayurveda?”
SO | 30.06. | 15:00 – 17:00 Uhr
Dieser kurzer Vortrag wird Dir eine Einführung in das System des Ayurvedas geben.
Themen:
• Die Grundbausteine der 5 Elemente (Erde, Wasser, Feuer, Luft und Raum) und in dessen Eigenschaften
• Die 3 Doshas (Grundkonstitutionen): Vata, Pitta, Kapha
• Innere und Äußere Einflüsse auf den Körper-Geist-System
• Wie kann ich Ayurveda nutzen, um mein Körper-Geist-System besser zu verstehen und mein Gleichgewichts-Zustand zu verbessern?
Preis: 19 €
Rabatt von 9€ bei einer Terminvereinbarung zur Ayurveda Massage oder Ayurveda Awareness Sitzung

AYURVEDA GANZKÖRPER-MASSAGE
Termine vom 30. Juni bis 17. Juli
Die Ayurveda Ganzkörperölmassage
unterstützt den Körper-Geist überschüßige und/oder mangelnde Energien (Doshas) im Körper auszubalancieren.
Diese baut auf den aktuellen Zustand des Kunden auf und eröffnet eine Tür für mehr Bewusstsein.
Preis: 90 Min.  – 100 € | 120 Min. – 120 €

AYURVEDA AWARENESS SITZUNGEN
Einzelsitzungen vom 30. Juni bis 17. Juli
Ayurveda Awareness ist eine Einzelsitzung zur Selbst-Erforschung. Die Sprache des Ayurvedas wird als Instrument für die Beobachtung interner und externer Faktoren, die unser Körper-Geist-System in einen Zustand des Gleichgewichts oder Ungleichgewichts bringen, eingeführt.
Dies ist eine Einladung, die eigene Konstitution und Tendenzen zu identifizieren und so das Bewusstsein für den eigenen Körper, das eigene Leben zu stärken.
Preis: 2,5 Stu.  – 120 €

Über Sushma | Fernanda Lima:
Ayurveda Bodyworker / – Lifestyle-Beraterin (Ayurveda Mandala Training in Brasilien und Indien bei Komala Lyra und Prashanti De Jager)
Dipl. Tänzerin, Choreographin, Tanzpädagogin (Studium an der Hochschule für Musik und Tanz Köln)
Yogalehrerin (Ausbildungen im Openlotus Köln bei Nicole Konrad und Jayendra Hanley – Yoga Alliance zertifiziert und Anusara Inspired Certified)
Sushma ist Deutsch-Brasilianerin, lebte über 13 Jahre in Köln, wohnt seit 2 Jahren in Portugal und arbeitet international in den Bereichen Ayurveda, Yoga und Tanz. 
Anmeldung| Terminvereinbarung:
+49 176 3048 8707

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Frühlingsgefühle – Massage-Special!

Wenn die Blumen, Gräser und Bäume endlich wieder blühen und alles nach Wachstum strebt, erwacht auch in uns die Sehnsucht.

Das Eis des Winters bricht auf. Es kommt zu Flüssigkeitsansammlungen, der Körper strukturiert sich neu und möchte Kraft sammeln für eine gute Immunabwehr. Dies können wir mit einer leichten, würzig-scharfen und warmen Gemüseküche unterstützen. Auch viel Bewegung an der frischen Luft, kräftigende Sporteinheiten und regelmäßige Massagen fördern einen gesunden Zusammenhalt von Körper, Geist und Seele.


Kapha Behandlung

  • Die Abreibung mit Seidenhandschuhen (Garshan) fördert die Mikrozirkulation der Haut und trägt abgestorbene Hautschüppchen ab.
  • Mit Schröpfgläsern regen wir stark die Durchblutung an.
  • Nun erfolgt die Öl Massage mit Kapha reduzierenden Kräutern und warmem Distel- oder Sesamöl.

Diese Massage eignet sich sehr gut, um eine Fastenkur zu unterstützen oder einzuleiten.

100 min: 100,– €    (10,– € Ersparnis gegenüber Normalpreis) / Ganzkörpermassage

Buchung unter: t. 01781302276,  m. anju.beruehrt@gmail.com oder im Openlotus.

Ich freue mich auf Euch!
Anju Kroeber

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Ausbilder

Lehrende der Yogalehrer Ausbildungen, Anusara Immersion und Anusara Teacher Training

Alle Ausbilder / Referenten sind erfahrene Yogalehrer mit umfassenden Kenntnissen in verschiedenen Bereichen des Yoga und langjähriger Praxiserfahrung. Professionalität und eine hohe Qualität der Ausbildung werden somit garantiert.

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Nicole Konrad

Offizielles Logo Yoga Allianz, 200 Stunden

Nicole unterrichtet zu allen Themen. Sie ist ein Anusara ® Certified Yoga Teacher (dadurch auch berechtigt zur 500 Stunden YA Zertifizierung) und von Yoga Alliance als Yogalehrerin anerkannt und registriert. Die vielen verschiedenen Unterrichtsstile und Yogalehrerausbildungen, die sie kennengelernt und absolviert hat, ermöglichen es ihr, auf ein breites Spektrum an Erfahrung und Wissen zurückzugreifen.

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kp

Week of Jul 15th
Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag
Montag, 15. 07.

09:30: Level 1-2

09:30: Level 1-2

18:00: Level 1

18:00: Level 1

19:45: YIN YOGA

19:45: YIN YOGA
Dienstag, 16. 07.

09:30: Level 1

09:30: Level 1

16:45: Basis

16:45: Basis

18:15: Level 1 - 2 bis 2

18:15: Level 1 - 2 bis 2

20:00: Schwangerenyoga

20:00: Schwangerenyoga
Mittwoch, 17. 07.

17:45: Level 1 - 2

17:45: Level 1 - 2

19:30: Slow Evening Flow

19:30: Slow Evening Flow
Donnerstag, 18. 07.

09:30: Level 1 bis 1 -2

09:30: Level 1 bis 1 -2

18:00: Yoga für den Rücken

18:00: Yoga für den Rücken

19:45: Level 1

19:45: Level 1
Freitag, 19. 07.

08:30: Level 1

08:30: Level 1

17:45: Level 1

17:45: Level 1
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Nicole Konrad

Nicole Konrad

Inhaberin von Openlotus – Yoga Köln
Certified Anusara ® Yogalehrer, Anusara Certified Advanced Teacher Trainer (CATT), zertifizierter Yoga Alliance Yogalehrer

Yoga ist eine Praxis, durch die wir unser Selbst erkennen können. Durch tiefes und aufrichtiges Begegnen lernen wir, unsere Wahrheit zu leben und ein höheres Maß an Hamonie und Frieden in uns zu erfahren.
Yoga hilft dabei, physisch und psychisch stärker zu werden, und gibt uns Werkzeuge an die Hand, wie wir unser alltägliches Leben glücklicher leben können.
Yoga ist: Wachstum, Entdeckung, Transformation und Wahrhaftigkeit in Körper, Geist und Seele.
Wenn Du das sucht, komm mit mir auf die Yogareise!
Mein Yogastil: Anusara ® Yoga. In diesem habe ich den dort höchst möglichen Ausbildungsstandard erreicht: Anusara Certified Advanced Teacher Trainer (dieser Grad setzt langjähriges, eigenes Studium und Praxis als auch langjährige Lehrtätigkeit voraus- nur 4 Personen in Deutschland haben dies bislang erreicht).

Nicole leitet seit Jahren Aus- und Fortbildungen für Yogalehrer und auch Retreats. Sie unterrichtet auf Konferenzen und schreibt für die Magazine „Yoga Deutschland“, „Yoga Aktuell“ und „Yoga Journal“. Neben diesen findest Du viele weitere Artikel von ihr im BLOG.

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Negative Energie – gibt es die?

Negative Energie, Negative MenschenMir ist schon häufiger der Begriff „ Negative Energie “ begegnet. Oft auch in Zusammenhang mit Eigenschaften, die manche Menschen angeblich haben. Jemand sei negativ, raube jemand anderem seine Energien … Und dann gibt es noch die Vorstellung, man möge sich auf seinem spirituellen Pfad von solchen Menschen fernhalten, da sie einen in der eigenen Entwicklung aufhalten könnten.

Arrogant! Selbstgerecht! Vermessen! Meiner Ansicht nach auch völlig fehlgeleitet und gefährlicher Ausgangspunkt für sehr viel Übel und Leid.

Christopher Wallis sagt hierzu: Was ist eigentlich Energie? Die Antwort der Physik wie auch der spirituellen Forschungen besagt: „Energie ist die Kraft, etwas zu bewirken oder zu transformieren. In diesem Sinne kann es keine Negative Energie geben!“

Die philosophische tantrische Idee, die hinter Anusara Yoga steht besagt: See the good first! Schau zuerst auf das Gute. Alles in der Welt ist eine Verkörperung des höchsten Bewusstseins. Die Welt ist keinesfalls verführerische Illusion (Maya), sondern es geht darum, die Herausforderungen, die mir das Leben stellt, willkommen zu heißen. Freiheit wird durch die Ausrichtung mit dem Fluss der Schöpfungskraft erlangt. Es geht nicht um Dominanz, Beherrschung, Unterdrückung, Kontrolle oder Ausbeutung der Natur – weder der eigenen, noch der anderer Menschen oder meiner Umgebung. Was natürlich auch bedeutet, dass ich mich nicht willentlich in schwierige Situationen begebe oder mich in anderer Leute Angelegenheiten einmische.

Können Menschen negative Energie haben?

Vor diesem Hintergrund kann es keine Menschen mit negative Energie geben, die mir die Kraft rauben und mich auslaugen. Was einen auslaugt ist die Tatsache, dass man selbst nicht die angemessenen und gesunden Grenzen gezogen hat. Anstatt andere zu beschuldigen, gilt es selbst die Verantwortung für das eigene Empfinden aufzunehmen. Jeder entscheidet selbst, wie viel Raum und Zeit man jemand anderem oder einer Sache widmet, ich bestimme die Grenzen. Und genau das ist meine und deine Aufgabe, du ehrst weder dich selbst noch jemand anderes, wenn du hier nicht ehrlich bist (Satya).

Vielmehr stellt sich mir die Frage, was bewirke ich mit meinen Energien? Wie treffe ich die bestmögliche Entscheidung für mich selbst und für mein Umfeld (Viveka)? Wie gehe ich mit den Menschen und Situationen um, die mir begegnen?

Habe ich die Verantwortung für ein Kind, einen behinderten oder alten Menschen übernommen, ist die Aufgabe klar. Ich muss für mich und den anderen einstehen, eingreifen, meine Energien einsetzen und mich einbringen. Hier geht es eher darum, mich nicht vollständig zu verausgaben, damit sowohl für mich selbst, wie auch für meinen „Schutz-Befohlenen“ ausreichend Energie für Handlungsfähigkeit, Lebendigkeit und Freude verfügbar ist.

Für alle anderen Menschen und Situationen gilt es, genau und ganz bewusst abzuwägen, ob meine Aktionen neutral sind, oder geprägt von eigener Bedürftigkeit, Geltungssucht oder getrieben von alten Verletzungen. Helfe ich anderen indem ich mich einbringe, oder möchte ich ihnen meine Überzeugungen aufdrücken? Nehme ich anteil oder schleudere ich meine eigenen emotionalen Energien achtlos und unbedacht umher und erschaffe dadurch neue Dramen und damit neues Karma. Kämpfe ich weil es „richtig“ ist, oder weil ich „recht“ haben will?

Es geht darum, mich ganz bewusst für die Aktion zu entscheiden, die für mich und für andere die beste ist (Brahmacharya), die Entwicklung und Freude (oder zumindest möglichst wenig Leid) nach sich zieht (Ahimsa).

Selbstüberprüfung

Guru Rattana empfiehlt hier eine regelmäßige Innenschau:

  1. Wie und warum lasse ich mich auf Menschen, Geschichten und Ereignisse im Außen ein, mache ich mir ihre Aufgaben zu eigen?
  2. Wie und warum flüchte ich in erdachte Geschichten, halte ich an meinen eigenen Dramen fest?
  3. Wie und warum vermeide ich es, mir selbst und meinen Gefühlen zu begegnen?

Wir haben uns über viele Jahre hinweg unsere emotionalen Reaktionen und Gewohnheiten antrainiert und in unserem Unbewusstsein verankert. Wollen wir uns und anderen nicht dienliche Strategien ändern, ist dies viel Arbeit. Wir müssen viele Male bewusste Entscheidungen treffen, unsere Energien bewahren, nützlich einbringen und transformieren. Indem ich mich als Opfer von äußerer Negativität definiere, trete ich meine eigene Macht und Verantwortung ab. Befreiung setzt aber Selbstermächtigung voraus, die Fähigkeit, die eigene Kraft bewusst und aktiv einzusetzen, sich nicht durch andere oder äußere Einflüsse von der schöpferischen, universellen Wahrheit abbringen zu lassen – die ich hoffentlich daran erkenne, dass sie mir und anderen dient. Siehe auch Blogbeitrag: Bodhichitta.

(inspiriert durch die Facebook Posts von Christopher D. Wallis (Hareesh) „Die nahen Feinde der Wahrheit #4 – Negative Energie “; sowie durch Guru Rattana: „Die Gabe Frau zu sein, deutsche Übersetzung von Brigitte Heinz“)

Brigitte Heinz, Yogaübersetzung und Yogalehrerin Openlotus
Yoga Allianz + Anusara Elements zertifiziert

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Bodhichitta – Geist der Erleuchtung

Die Vortrefflichkeit von Bodhichitta

Buchzusammenfassung von: Geh an die Orte, die du fürchtest – Pema Chödrön

Kernunterweisung: Wir können zulassen, dass die Umstände unseres Lebens uns hart machen, so dass wir immer verärgerter und furchtsamer werden, oder wir können uns von ihnen weicher, sanfter machen lassen, so dass wir freundlicher werden und offener für das, wovor wir uns fürchten. Wir haben stets die Wahl.

Was ist Bodhichitta: Chitta heißt „Geist, Bewusstsein“ , aber auch „ Herz oder „Einstellung“, Bodhi heißt „erwacht“, „erleuchtet“ oder „völlig offen“ – Geist der Erleuchtung

Manchmal werden das völlig offene Herz und der völlig offene Geist von Bodhichitta der wunde Punkt genannt. Jeder Mensch hat diesen wunden Punkt, es ist die uns angeborene Fähigkeit zu lieben und uns um andere zu kümmern. Bodhichitta wird auch mit unserer Fähigkeit zu lieben gleichgesetzt, in Teilen auch mit Mitgefühl.

Bodhichitta ist immer verfügbar, egal ob in Schmerz oder Freude, jeder gewöhnliche Mensch hat den Geist der Erleuchtung. Aus Angst, Zorn, Begehren, Gleichgültigkeit, Arroganz und Stolz  errichten wir Mauern, um uns zu schützen (vor dem Leiden der Anderen). Bodhichitta ist die Öffnung in diesen Mauern. Die Offenheit und Wärme von Bodhichitta ist unsere wahre Natur, auch wenn dies oft durch Mauern und Wolken nicht durchscheint.
Bodhichitta ist das Gefühl einer tiefen Verbundenheit mit Allen.

Zwei Ebenen von Bodhichitta:
bedingungsloses B: etwas so grundlegend Gutes, die Gewissheit, dass es nichts zu verlieren gibt
relatives B: die Fähigkeit, unser Herz und unseren Geist empfänglich zu halten für das Leiden anderer
– wer sich mit ganzem Einsatz schult, beide Ebenen von Bodhichitta zu wecken, den nennt man Bodhisattva oder einen Krieger, allerdings Krieger ohne Aggressivität, Männer und Frauen, die sich mitten im Feuer schulen

Die Schulung eines Bodhisattva funktioniert nicht auf die bequeme Tour. Die zentrale Frage in der Schulung zum Krieger ist, wie wir mit unangenehmen Zuständen umgehen können. Mut und Liebe, erwachsenwerden und sich dem Leben stellen, anstatt aus Furcht in einer unerfüllten Situation zu verharren

Die Quelle anzapfen

Sich mit Bodhichitta zu verbinden, Zugang zu dem wunden Punkt zu gewinnen, hat eine transformierende Wirkung. Sich in diesem Punkt aufzuhalten, mag sich unsicher und bedrohlich anfühlen, aber es ist auch etwas ungemein Befreiendes. Mitfühlend genug zu sein, unsere eigenen Ängste anzunehmen, verlangt Mut – aber daraus, dass wir unsere Ängste besser verstehen, entsteht Offenheit.
Drei Herren des Materialismus, die uns Boden unter den Füßen liefern sollen (Illusion der Sicherheit, sich dem Leben wie es ist entziehen): Herr der Form (Äußerlichkeiten), Herr der Rede (Überzeugungen, Glaubenssätze), Herr des Geistes (besondere Bewusstseinszustände, durch z.B. Drogen, Sport, neu verlieben)

Die Tatsachen des Lebens

Buddha lehrt drei Grundcharakteristika der menschlichen Existenz: Vergänglichkeit, Ichlosigkeit und Leiden oder Ungenügen. Der Mensch sucht nach Sicherheit. Sofern es uns jedoch gelingt, die drei Charakteristika zu akzeptieren und uns zu befreien, können wir in jedem Augenblick des Lebens gegenwärtig sein.

Bei sich bleiben

Das Sitzen in Meditation ist das Fundament für die Bodhichitta-Schulung. Indem wir einfach hierbleiben, entspannen wir uns immer mehr in die offene Dimension unseres Seins hinein. „Warum meditieren wir?“ erst wenn wir beginnen, uns mit uns selbst anzufreunden (Maitrî), wird die Meditation zu einem transformierenden Prozess.  Beim Meditieren entwickeln wir vier Qualitäten von Maitrî: Standhaftigkeit, Klares Sehen, die Erfahrung unserer emotionalen Not und Aufmerksamkeit für den gegenwärtigen Augenblick.

Losungen für den Krieger

Lojong-Unterweisungen zeigen uns, wie wir Schwierigkeiten in den Pfad der Erleuchtung umwandeln, statt uns von Gewohnheiten mitreißen zu lassen. „Schule Dich in den drei Schwierigkeiten“ 1. Unsere Neurose als Neurose anerkennen (anerkennen, dass wir durcheinander sind, feststecken), 2. Etwas anderes tun (lähmende Gewohnheiten durchbrechen, bei der Energie der Emotionen bleiben), 3. Sich vornehmen, weiterhin auf diese Weise zu üben (unsere zerstörerischen Gewohnheiten durchbrechen, ist eine lebenslange Aufgabe)

Vier grenzenlose Eigenschaften

Besonders machtvolle Übung, um die Saat unseres Wohlergehens zu säen. Wahrnehmen, wo wir Liebe, Mitgefühl, Freude und Gleichmut  fühlen und wünschen können, dies tun. Ausweiten auf Menschen, bei denen es uns nicht so leicht fällt. Es muss nichts Großartiges sein. Wir zwingen uns nicht dazu gut zu sein, die Übung bringt unsere Liebe, Mitgefühl, Freude und Gleichmut in Fluss, hilft uns, ihr grenzenloses Potenzial zu entfalten.

Liebende Güte (Maitrî)

Entscheidung für die Kultivierung von Liebe statt Zorn. Unwissenheit als Wurzel von Aggression und Leiden: Schulung zum Krieger-Bodhisattva – Wissen um Verbundenheit mit anderen: Wir schaden uns selbst, wenn wir anderen schaden. Wir schulen uns darin, aufrichtig, liebevoll und mitfühlend zu uns selbst zu sein. Kontakt mit dem wunden Punkt von Bodhichitta, erkennen, wann Schutzmauern gebaut werden. Ausweiten in 7 Stufen, bis ins Universum, es geht darum, unsere Fähigkeit unvoreingenommen zu lieben zum Vorschein zu bringen.

Mitgefühl

Mitgefühl ist emotional eine größere Herausforderung als Liebende Güte, weil es die Bereitschaft einschließt Schmerz zu empfinden. Denke an gequälte Wesen, spüre ihren Schmerz, um Mitleid zu erzeugen. Zulassen, dass die Angst uns weicher macht. Siebenstufige Übung der Wunschgebete: Alle Wesen mögen frei sein vom Leiden und der Wurzel des Leidens. „Wenn Du dauerndes Glück suchst, dann ist der einzige Weg, es zu finden, aus deinem Kokon herauszukommen“ – Der beste Weg uns selbst zu dienen, ist Liebe und Fürsorge für andere.

Tonglen = Sich selbst an die Stelle eines anderen versetzen

Tonglen bedeutet wörtlich „geben und nehmen“. Wenn wir bereit sind, auch nur für einen Moment bei der unangenehmen Energie zu verweilen, dann lernen wir langsam, sie nicht mehr zu fürchten à Leiden einatmen, Erleichterung des Schmerz/Leiden ausatmen. Übung hat 4 Abschnitte: 1) kurzer Moment der Stille und Offenheit (Moment des bedingungslosen Bodhichitta), 2) Visualisiere die Beschaffenheit von Enge und Weite und arbeite damit 3) das Unerwünschte einatmen, Gefühl der Erleichterung ausatmen, 4) Mitgefühl weiter ausdehnen

Fähig sein, sich zu freuen

Während wir uns mit den Bodhichitta-Übungen schulen, erleben wir allmählich immer mehr Freude, die Freude, die aus einer wachsenden Würdigung unseres grundlegenden Gutseins erwächst (und der Fähigkeit, sich mit der inneren Stärke des Gutseins zu verbinden). Das Zutrauen in unsere frische, unvoreingenommene Natur bringt uns grenzenlose Freude. Wir üben uns darin, gegenwärtig zu bleiben, auch auf die Details des gewöhnlichen Lebens zu achten (Alltagsglück). Am Anfang ist die Freude einfach das Glück, dass wir mit unserer eigenen Situation umgehen können. Wir hören auf, uns nach einem Ort umzusehen, der uns angemessener für unser Leben vorkommt. Siebenstufige Praxis der Wunschgebete kann helfen, Wertschätzung und Freude zu erwecken.

Die Schulung zur Freude vertiefen

Vier  grenzenlose Eigenschaften zusammengefasst: „ein gütiges Herz“ – Unser Herz für andere zu öffnen ist eine einfache Übung, die wir jederzeit und unter allen Umständen anwenden können. Erinnert an Verbundenheit und hilft uns, uns zu freuen. Denke an andere, wenn das Leben schön ist und wenn es schwer ist.

Die Vogelperspektive

Indem wir Liebende Güte, Mitgefühl, und Mitfreude praktizieren, kultivieren wir den unvoreingenommenen Zustand des Gleichmuts. Ohne diese vierte Eigenschaft bleiben die anderen drei durch unsere Gewohnheiten des Mögens/Nichtmögens, des Annehmens/Zurückweisens beschränkt. Zur Kenntnis zu nehmen, wo wir uns öffnen, wo wir uns verschließen – ohne Lob und Tadel – ist Grundlage unserer Praxis. Grenzenloser Gleichmut ‡ absolute Harmonie. Sich völlig auf alles einlassen zu können, was an unsere Tür klopft = total lebendig sein.

Ein Neuanfang

Vergebung ist ein wesentlicher Bestandteil der Bodhichitta-Praxis. Sie erlaubt uns, von der Vergangenheit abzulassen und einen Neuanfang zu machen. Vergebung als natürlicher Ausdruck des offenen Herzens.

Stärke

Fünf Methoden, mit denen ein Krieger zunehmend Zuversicht und Inspiration gewinnt: Fester Entschluss (erzeugt Stärke), Vertrautheit mit den Bodhichitta-Lehren und – Übungen, der Same des Gutseins, der sich in jedem Lebewesen findet, die Praxis des Tadelns (das Ego, wen wir in gewohnten schädlichen Mustern sind) und die Macht des Wunschgebets.

Drei Arten der Faulheit

Hängen an Bequemlichkeit: basiert auf unserer Neigung, Unangenehmes zu vermeiden àkann zu Aggressivität führen, wir werden wütend über Unannehmlichkeiten, macht unzufrieden
den Mut verlieren: Gefühl von Hoffnungslosigkeit „ich Armer“ – Wir fühlen uns nicht in der Lage, es mit der Welt aufzunehmen à Lassen den Lebensmut sinken, verharren beim Fernsehn, rauchen, essen, trinken…
„Scheißegal!“: Geprägt von Ablehnung à schwelgen in dem Gefühl, verraten und verkauft zu sein, die andern sind schuld à kann leicht zu einer Depression werden

Es gibt 3 gewohnte Methoden (unnütze Strategien), wie Menschen mit Faulheit (oder jeder störenden Emotion umgehen): Angreifen, Schwelgen, Ignorieren – Die Geistesschulung für Krieger schlägt vierte Strategie vor, erleuchtete Strategie: die 3 Arten der Faulheit erforschen

Das Wirken des Bodhisattva

Der Bodhisattva-Krieger gelobt, nicht nur für sich selbst zu erwachen, sondern zum Wohle aller Lebewesen.
Der Bodhisattva schult sich der Tradition nach in sechs Weisen (sechs Pâramitâs = „ans andere Ufer gegangen“) eines mitfühlenden Lebens: Großzügigkeit (Gebefreudigkeit), Disziplin (Sittlichkeit), Geduld, Begeisterung (Energie), Meditation und bedingungslose Weisheit.

Bodenlosigkeit

Jede Schlussfolgerung zu der wir kommen, müssen wir loslassen. „Form ist Leere, und Leere ist auch Form„ Erst wischen wir alle Voreingenommenheit beiseite, dann müssen wir auch noch unseren Glauben loslassen, dass wir die Dinge ohne Voreingenommenheit ansehen sollten. Wir ziehen uns selbst den Teppich unter den Füßen weg. In dem Ausmaß, in dem wir aufhören, gegen Ungesichertheit und Ungewißheit zu anzukämpfen, in dem Ausmaß löst sich unsere Furcht auf. Das Synonym für totale Furchtlosigkeit ist Erleuchtung – eine rückhaltlose, vollkommen offene Wechselbeziehung mit der Welt. Erleuchtung ist nicht irgendein Endpunkt.

Die Verstärkung der Neurose

Geschieht einfach. Auf dem Weg des Erwachens verlieren wir den Halt/Boden unter den Füßen. Man mag das Befreiung nennen, aber lange Zeit fühlt es sich nur nach Ungesichertheit an, wir bekommen Angst, haften an alten Mustern an. Wir müssen langsam das Vertrauen entwickeln, dass das Loslassen etwas Befreiendes ist.

Wenn der Weg steinig wird

Über Dich darin, niemandem zu schaden – weder Dir selbst noch anderen – und tue jeden Tag, was Du kannst, um hilfreich zu sein. Vier Methoden des Sitzenbleibens als grundlegende Unterweisung/Hilfsmittel, wenn der Weg steinig wird: 1. Kein Ziel für den Pfeil aufstellen, 2. Kontakt zum Herzen aufnehmen, 3. Hindernisse als Lehrer ansehen, 4. Alles, was geschieht, als Traum betrachten

Der spirituelle Freund

Krieger im Prozess der Schulung brauchen jemanden, der sie führen kann, der die zu durchwandernde Landschaft gut kennt und der ihnen den Weg weisen kann. Die Liebe des Lehrers für den Schüler manifestiert sich als Mitgefühl. Die Liebe des Schülers für den Lehrer ist Hingabe. Diese gegenseitige Wärme, diese Herzensverbindung macht eine Begegnung von Geist zu Geist möglich. Die Beziehung zu unserem spirituellen Freund inspiriert uns dazu, furchtlos loszumarschieren und zu beginnen, die phänomenale Welt zu erforschen.

Der Zwischenzustand

Es braucht einige Zeit der Schulung, bis völliges Loslassen = Wohlbefinden. „Nichts an dem man festhalten könnte“ ist die Wurzel des Glücks. Wir haben ein Gefühl der Freiheit, wenn wir akzeptieren, dass wir nicht die Kontrolle besitzen. Das mag zu einer „Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll“ Empfindung führen, dem Gefühl, zwischen allen Stühlen zu sitzen. Angst, Traurigkeit, Zartheit sind Kennzeichen dieses Zwischenzustands, in dem wir unsere alten Annehmlichkeiten nicht mehr von außen bekommen, aber auch noch nicht in einem beständigen Gefühl des Gleichmuts und der Wärme Zuhause sind – Fähigkeit, im Paradox zu bleiben

von: Jenny Tilling, Absolventin der Yogalehrerausbildung bei Openlotus

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Was hat Yoga für Dich verändert?

Was hat Yoga für Dich verändert?

Diese Frage stellte mir kürzlich eine liebe Freundin. Hmm, eine schwere Frage irgendwie, wo fange ich da an?
Ein Aspekt, den Yoga bei mir vollkommen umgekrempelt hat, ist meine Beziehung zu mir selbst. Ab der Pubertät begegnete ich mir und meinem Körper im besten Fall neutral bis hin zu feindselig. Jeden Sport, den ich machte, unterwarf ich Leistungsgedanken und dem Wunsch, einfach nur besser zu werden. Körperliche Herausforderungen waren ein pures Ankämpfen gegen mich und meine Grenzen, getragen von dem Wunsch nach „mehr, schneller und weiter“. (mehr …)

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Bodhichitta – das völlig offene Bewusstsein – wie kann man dieses kennen lernen?

Buch: In jedem Moment unseres Lebens haben wir die Wahl: Unsere Lebensumstände können uns verhärten, uns ängstlich und abweisend machen, oder sie lehren uns, sanfter, mitfühlender und freundlicher zu werden. Doch unsere gewohnten Strategien mit Ängsten, Leiden und Schwierigkeiten umzugehen, sind wenig geeignet, diese zu überwinden - stattdessen zementieren sie diese letztlich nur. Aus dem riesigen Fundus buddhistischer Geistesübungen schöpfend, macht die erfahrene Meditationsmeisterin hier deutlich, wie wir unsere Ängste nutzen können, um in einer schwierigen Welt und in schweren Zeiten zu Furchtlosigkeit finden und authentisch leben zu können.

Arbor-Verlag / Best-Nr.: 9783936855678

Bodhichitta, das völlig offene Bewußtsein, der erleuchtete Geist, das offene Herz, unsere empfindlichste, verletzlichste, zarteste, traurigste Stelle

Wie man mit dieser arbeiten kann erklärt Pema Chödrön in ihrem Werk:
GEH AN DIE ORTE DIE DU FÜRCHTEST

Bodhichitta

Bereits als kleines Mädchen erhielt Pema Chödrön den Rat, sich nicht durch die Widrigkeiten des Lebens härter werden zu lassen oder sich zu verschließen, sondern sich von unangenehmen Umständen weicher und sanfter werden zu lassen, um offener zu werden für das, was wir fürchten. „Wir haben stets diese Wahl.“

Bodhichitta, das völlig offene Bewußtsein, der erleuchtete Geist, das offene Herz, unsere empfindlichste, verletzlichste, zarteste, traurigste Stelle lehrt uns Mitgefühl. Bodhichitta macht uns demütig und freundlich. Pema Chödrön schlußfolgert: „Bodhichitta wird uns inspirieren und tragen, in guten wie in schlechten Zeiten.“

Pema Chödrön rät dazu, furchtlos das eigene Verhalten einer mitfühlenden Untersuchung zu unterziehen, um Taktiken zu entlarven, mit denen wir versuchen uns dem Leben, wie es ist, zu entziehen. Wenn wir uns sowohl der Ungesichertheit als auch der Langeweile des Alltags nicht entziehen, sondern einfach allem mit Offenheit und Flexibilität begegnen, wenn wir das, was geschieht, einfach wohlwollend wahrnehmen, ohne es zu beurteilen, dann können wir mit Bodhichitta in Verbindung treten. Mit jener empfindsamen Stelle, der Pema Chödrön transformierende Wirkung einräumt.

Pema Chödrön erklärt, daß wir, wenn wir uns darin schulen Bodhichitta zu erwecken, die Anpassungsfähigkeit unseres Geistes vergrößern. Das ist eine große Hilfe dabei uns den drei buddhistischen Grundcharakteristika der menschlichen Existenz zu stellen: Vergänglichkeit, Ichlosigkeit und Leiden. Wir können aufgeben, vergeblich Sicherheit in der Beständigkeit zu suchen und den steten Wandel als Quelle der Freiheit zu nutzen. Wir können unser Leben dazu nutzen, unsere Annahmen und Überzeugungen aufzulösen. Und wir können unser Leiden überwinden, wenn wir die ewige Wahrheit von Vergänglichkeit und Tod akzeptieren lernen.

Meditation

Die Grundlage für Bodhichitta ist das Verweilen in unserer Verwundbarkeit beim Sitzen in der Meditation. Dabei braucht es eine bedingungslose Freundlichkeit gegenüber uns selbst, um allen Gedanken und Emotionen näher zu kommen. Indem wir den Seiten von uns, die wir für abstoßend und Angst einflößend halten, mit Wärme und Mitgefühl begegnen, schaffen wir die Voraussetzung dafür uns selbst zu transformieren. „Wir treten aus einer Phantasiewelt heraus und entdecken die simple Wahrheit.“

Bei der Meditation bleiben wir aufmerksam und gewahrsam bei dem, was wir sind. Sobald sich unser Geist zerstreut, nehmen wir das ohne Beurteilung zur Kenntnis und kehren mit sanfter Standhaftigkeit zu uns zurück. Durch regelmäßige Übung werden wir ehrlicher mit uns selbst und beginnen klarer zu sehen. Alle auftauchenden Emotionen lassen wir auf uns einwirken, wir erfahren sie, ohne sie zu bewerten, ohne nachzudenken.

Geistesschulung

Pema Chödrön stellt fest, daß wir im alltäglichen Leben gewöhnlich von der Schwungkraft unserer Gewohnheiten überrannt werden, ohne daran zu denken unsere Verhaltensmuster zu ändern. Die Übung besteht nun darin, das Aufkommen eines gewohnten Musters zu erkennen, die auslösende Emotion zur Kenntnis nehmen und dann völlig vom gewohnten Verhalten abzuweichen. So können wir daran arbeiten unsere Gewohnheitsmuster zu durchbrechen.

Eine machtvolle Bodhichitta-Übung unsere gewohnten Abneigungen und Sehnsüchte zu überwinden ist die Übung der Vier grenzenlosen Eigenschaften – Liebende Güte, Mitgefühl, Freude und Gleichmut. Diese Eigenschaften habe die Macht unsere Gewohnheiten zu lockern.

Bei der Übung zur Entwicklung Liebender Güte beginnen wir damit aufrichtig, liebevoll und mitfühlend mit uns selbst zu sein. Dann dehnen wir die Liebende Güte auf uns nahestehende Personen aus, dann auf Freunde, dann auf neutrale Personen,  dann auf Menschen, die wir nicht mögen, dann auf alle bisher genannten als Gruppe und schließlich rufen wir Liebende Güte für alle Wesen in Raum und Zeit hervor.

Entscheidend bei dieser Übung ist aufrichtiges Wohlwollen zu empfinden, wenn wir unsere Wünsche nach Glück und Zufriedenheit aussenden. Mit dieser Übung trainieren wir sozusagen unser Herz und die vier grenzenlosen Eigenschaften nehmen von selbst zu. Und wir freunden uns mit uns selbst an, mit unseren Ängsten, unseren Blockaden und unseren Abneigungen.

Mitgefühl kann auf gleiche Weise wie zuvor beschrieben mit einem siebenstufigen Wunschgebet entwickelt werden. Bei dieser Übung wünschen wir frei zu sein vom Leiden und von der Wurzel des Leidens. Pema Chödrön findet es besonders hilfreich die Übung des Mitgefühls mit auf die Straße zu nehmen und im Alltag zu praktizieren. Wir lernen unsere Vorurteile wahrzunehmen und unsere Furcht vor dem Schmerz zu überwinden.

Das Zutrauen in uns selbst, die Fähigkeit mit jeder Situation umgehen zu können, unser grundlegendes Gutsein und unsere Achtsamkeit und Präsenz in jedem Augenblick schenkt uns Freude. Auch die Fähigkeit zur Freude läßt sich mit einem siebenstufigen Wunschgebet üben. Uns mit anderen zu freuen bringt uns in Kontakt mit unseren Emotionen und hilft uns unser Herz offen zu halten.  Pema Chödrön’s Rat: „Wenn das Leben schön ist – denke an andere. Wenn das Leben schwer ist – denke an andere.“

Gleichmut bedeutet ohne Hoffnung das zu bekommen, was wir wünschen, und ohne Furcht zu verlieren, was wir haben, das anzunehmen, was uns das Leben beschert, und uns auf das einzulassen, was sich uns bietet. Wir lernen alles unabhängig von Zuneigung oder Ablehnung willkommen zu heißen.


Feinde der Vier grenzenlosen Eigenschaften:

  • Liebende Güte: Anhaften – Haß
  • Mitgefühl: Mitleid – Grausamkeit
  • Freude: Übermut – Neid
  • Gleichmut: Gleichgültigkeit – Voreingenommenheit

Tonglen

Eine weitere Bodhichitta-Übung ist Tonglen, „sich selbst an die Stelle eines anderen versetzen“. Wir nehmen unser Leiden und unsere Schmerzen auf, ebenso das Leid und die Schmerzen der anderen und senden Glück an uns selbst und an alle anderen aus. Aus einem Zustand völliger Offenheit, einem Gefühl allumfassender Weite atmen wir das Unerwünschte ein und atmen das Gewünschte aus. Beim Einatmen öffnen  wir uns und akzeptieren Leid und Schmerz und beim Ausatmen lassen wir los.

Ganz ähnlich läßt sich auch die Bodhichitta-Übung zur Vergebung praktizieren. Wir nehmen Kontakt zu unseren Schuldgefühlen und unserer Scham auf, öffnen ihnen unser Herz, senden Vergebung an uns selbst und an andere, und beginnen dann neu.

Sechs Paramitas

Großzügigkeit, Disziplin, Geduld, Begeisterung, Meditation und bedingungslose Weisheit. Diese Aktivitäten helfen uns Herz und Geist offen zu halten, unsere Gewohnheitsmuster zu durchbrechen und unsere Vermeidungshaltung aufzugeben. Allen aufkommenden Gedanken und Gefühlen, Schmerz und Freude, Furcht und Angst begegnen wir mit Mitgefühl, ohne uns einer Situation zu entziehen oder uns zurückzuziehen. Alles unterziehen wir einer mitfühlenden Untersuchung.

Durch vollkommene Hingabe und totale Offenheit für alle Situationen und Gefühle entwickeln wir eine Sicherheit, die keinen festen Boden, keinen Halt, kein Festhalten mehr braucht.

Vier Methoden des Sitzenbleibens

  • In Zeiten des Zorns vermeiden wir ein Ziel für eine Reaktion aufzustellen.
  • Wir nehmen Kontakt zu unserem Herzen auf.
  • Schwierigkeiten und Hindernisse sehen wir als Lehrer an.
  • Wir stellen uns alles als Traum vor.

Zwischenzustand

„Nichts, an dem man festhalten könnte.“ Wir nehmen Ungewißheit und Unsicherheit wahr, nehmen die aufkommenden Gefühle zur Kenntnis, spüren die damit verbundene Energie und verweilen in unserer Mitte. Das bereitet  uns auf das Unbekannte vor, so können wir uns unserem Leben und unserem Tod furchtlos stellen. Jetzt ist die einzige Zeit, die wir haben.

Von MICHAEL SCHULTE – Teilnehmer der Yogalehrerausbildung 2014/2015

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Shunryu Suzuki: Zen-Geist – Anfänger-Geist

Das Buch „Zen-Geist – Anfänger-Geist“ von Suzuki liefert eine eindrucksvolle und verständliche Unterweisung in die Praxis des Zen. Es beschreibt die innere Einstellung bzw. Einsicht, welche die Zen-Praxis und letztendlich die Verwirklichung des eigenen „Zen-Geistes“ ermöglichen; in Meditation wie auch im alltäglichen Leben, denn es gibt keinen Unterschied zwischen diesen beiden Zuständen.

Der beschriebene „Zen-Geist“ ist zugleich „Anfänger-Geist“. „Anfänger-Geist“ ist unsere wahre Natur – alle Menschen kommen mit „Anfänger-Geist“ in diese Welt, die meisten verlieren ihn aber im  Laufe des Lebens wieder.

„Anfänger-Geist“ ist vielleicht am Besten zu verstehen in der Abgrenzung zum „Experten-Geist“, welcher sich bei den meisten Menschen ganz automatisch aufgrund der im Verlauf des Lebens gesammelten Erfahrungen etabliert und dadurch den „Anfänger-Geist“ verdrängt. Im Grunde genommen ist der „Experten-Geist“ zu einem gewissen Grad sogar notwendige Voraussetzung für eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Das Leben wird durch die in seinem Verlauf aufgrund von Erfahrungen erstellten „Schubladen“ strukturierter, teils leichter und unter Umständen auch sicherer. Anders ausgedrückt: „Durch Erfahrung wird man klug“.

Das, was nach dieser Auffassung für Klugheit gehalten wird, nämlich der Glaube, aus Erfahrungswerten (immer) ableiten zu können, wie sich eine Situation entwickeln wird, nimmt einem aber tatsächlich meistens die Offenheit, neuen Situationen unvoreingenommen zu begegnen, also mit „Anfänger-Geist“.

Der dem „Experten-Geist“ gegenüberstehende „Anfänger-Geist“ meint die Offenheit, jeder Situation die Möglichkeit zu geben, sich in jede erdenkliche Richtung zu entwickeln.

„Zen-Geist“ oder „Anfänger-Geist“ ist auch ein vollkommen freier Geist. Frei, sich in jedem Augenblick neue Pfade zu erschließen gleich einem Fluss, der sich bei Hochwasser nicht mehr im Flussbett bewegt, sondern über die Ufer des etablierten Pfades tritt und sich dadurch in alle Richtungen neues Territorium erschließen kann. Das dauerhafte, eingefahrene und damit eingeschränkte Selbst ist eine Illusion – jede Existenz ist in ständigem Wandel begriffen.

Durch Annahme dieser Tatsache kann sich auch das Leiden verringern, welches entstehen kann, wenn man an aus alten Erfahrungen gewonnenen Erwartungen festhält und sich dadurch in sich immer wiederholenden (negativen) Strukturen bewegt oder diese Erwartungen nicht erfüllt werden.

Die aus solchen Gedankenstrukturen entstehenden Erwartungen an das Resultat einer Situation oder einer Handlung bedeuten nicht nur ein Unfreisein in der Zukunft, sondern auch eine Missachtung des jetzigen Augenblicks. Solange die Gedanken in der Zukunft (oder auch der Vergangenheit) weilen, läuft man Gefahr, die Schönheit und Möglichkeiten des gegenwärtigen Moments nicht wahrnehmen zu können. Der sich immer wieder überraschen lassende „Anfänger-Geist“ ist eng verbunden mit dem Leben im Hier und Jetzt, vielleicht sogar dessen Voraussetzung. Nur wenn man Anhaftungen der Vergangenheit loslässt, vollkommen offen ist für kommende Erfahrungen und Eindrücke, kann man sich im Hier und Jetzt bewegen und den Augenblick als das schätzen, was er ist. Das Leben in der Wirklichkeit der Gegenwart, frei von Anhaftungen und Erwartungen, ist gekennzeichnet durch einen gelassenen, annehmenden, wachen, achtsamen und die ursprüngliche Natur der Dinge erkennenden Geist.

„Anfänger-Geist“ ist leer. Und wird dadurch aufnehmend – und in gleichem Maße wieder abgebend, um Raum zu schaffen für neue Eindrücke. Wie der Atem, der einen durchströmt. Nur durch vollständige Ausatmung kann man wieder Platz schaffen und neue, unverbrauchte Atemluft in sich aufnehmen. Ein ständiger Austausch.

Die Ausführungen Suzukis zur Zen Praxis, z.B. über die Qualitäten des „Anfänger-Geistes“ und der Bedeutung des Hier und Jetzt sind auch für die Yoga-Praxis von großer Bedeutung.

Nicht selten geht die anfänglich vielleicht bestehende Einstellung von Offenheit einem Asana gegenüber, welches man noch nicht praktiziert hat, durch Wiederholung verloren. Aber wenn man es schafft, beim Üben von Asanas den „Anfänger-Geist“ zu bewahren, öffnet man sich viele Türen zu neuen Erfahrungen. Wenn man keine Erwartungen an ein Asana stellt – wie es aussehen soll, wie es sich anfühlen soll – dann ist man in seiner Praxis viel freier und aufmerksamer, und kann jedes Asana immer wieder neu für sich entdecken und sich überraschen lassen. Das ständige Üben als Anfänger versetzt den Übenden erst in die Lage, wahrhaftig zu lernen. Dann kann man auch frei von jedem körperlichen oder mentalen Ehrgeiz üben, und bei der Praxis ganz bei sich sein. Im Innern, bei sich, mit Körper und Geist im Hier und Jetzt. Man praktiziert nicht, um etwas zu erreichen, sondern um das jeweilige Asana – und sich selbst im Asana – zu entdecken. Es ist nicht notwendig, vollkommen zu vergessen, wie die letzte Praxis war, aber man soll nicht daran bzw. an einem einmal erzielten Fortschritt festhalten und erwarten, beim nächsten Mal an genau diesem Punkt zu beginnen. Stattdessen beginnt man jedes Mal neu.

Denn sobald man glaubt, etwas genau zu kennen, wird man unaufmerksam und läuft Gefahr, seine Aufmerksamkeit zwischen der Praxis und anderen Dingen aufzuteilen. Man ist nicht mehr im Hier und Jetzt, sondern opfert vielmehr seine jetzige Praxis für ein Ideal in der Zukunft.

Wie viel schöner ist es nicht auch, jede Form, die ein Asana einnimmt, willkommen heißen und wertschätzen zu können, als Ausdruck des Selbst und gleichzeitig als Lehrer für das Selbst. Dies ist nicht nur wahr für die Asanapraxis, sondern für alle Aspekte des Lebens.

Was man vorher vielleicht als Einschränkung empfunden hat, begrenzt einen ohne Erwartungshaltung auch nicht mehr. Dualismus löst sich auf. Man übt nicht mehr ein Asana, man ist das Asana, in Körper und Geist, in voller Hingabe durch Aufgabe des Selbst in non-dualistischem Verständnis des Seins: „Wenn ihr etwas tut, wenn ihr euren Geist mit einigem Vertrauen fest auf die Aktivität richtet, ist die Beschaffenheit eures Geisteszustands die Aktivität selbst.“

Das rechte Bemühen, d.h., Yogapraxis ohne die besondere Anstrengung, etwas zu erreichen, bringt Geist und Körper als zwei Seiten einer Münze wieder zusammen. Wenn man in diesem rechten Bemühen übt, ist es tatsächlich unerheblich, wie gut man eine bestimmte Haltung erreichen kann. Es gibt kein gutes Asana, kein schlechtes Asana.

Dieses Nichtausrichten der Praxis auf ein bestimmtes Ziel und das Bewahren des „Anfänger-Geistes“ bewirkt auch, dass die Praxis im täglichen Leben nach- und fortwirkt und nicht mit dem Verlassen der Yogamatte endet.

Buchreport von Daniela Meier – Absolventin der Yogalehrer Ausbildung bei Openlotus – die Yogaschule in Köln

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Ich gehe nach innen und bleibe trotzdem draußen

Überlegungen zur eigenen Praxis in einer überfüllten Yogastunde.

Wir klingeln um 19:15 Uhr an der Tür. Es ist Montag Abend in einem der angesagteren Stadtteile Berlins. Neben mir und meiner Freundin stehen noch drei weitere Mädels, die ihre Yogamatte unter den Arm geklemmt haben. Einen Moment lang erhalten wir keine Antwort. Ein kurzer Anflug von Panik tritt zwischen den anderen ein: Verdammt, ob es schon wieder zu voll ist und sie deshalb niemanden mehr rein lassen? Dabei beginnt die Stunde erst in 15 Minuten. Kurz darauf ertönt der Buzzer und die Tür geht auf. Puh, doch noch geschafft.

Im Treppenhaus zwei Etagen höher türmen sich die Schuhe auf und neben dem Regal. Im Raum selber sind neben der Tür alle Kleiderhaken doppelt und dreifach mit Klamotten, Taschen und Jacken belegt. Ich schaue mich um, frage mich kurz, wo wir überhaupt noch hin sollen, und nehme dann doch noch ein Plätzchen zwischen zwei anderen ein, die ein paar Zentimeter zur Seite rücken. Zwischen unseren Matten ist zwei Finger breit Platz.

Der Raum ist lang, die Decken hoch. Zum Glück gibt es direkt vor mir eine weite Fensterfront. Schräg gegenüber hat der Yogalehrer seine Matte ausgebreitet. Ein kleiner, schmächtiger Mann mit Nasenpiercing, sanfter Stimme und ausgeprägtem französischen Akzent. Ziemlich ernst sieht er aus.

Geringelte Leggings, Tattoos, Rastazöpfe, Piercings, Heavy Metal Band T-Shirts sehe ich vage im Raum verteilt. Nichts Ungewöhnliches also. Auch nicht für diese Altersgruppe oder den Stadtteil. Ich bin zum ersten Mal hier, gespannt und ein bisschen aufgeregt. Selten habe ich an einer so dicht besetzten Yogastunde teilgenommen, bei der ich weder Lehrer noch Teilnehmer kannte.

Die Vinyasa Stunde die nun folgte, war nicht anders als das, was ich in verschiedenen Studios schon mitgemacht hatte: schnell, dynamisch und fordernd. Mit einem ruhigen Anfang und Ende. Was mich jedoch die Stunde über nicht losließ war dieser Gedanke, wie schwer es doch sein kann, in einem so vollen Raum wirklich nach „innen“ zu gehen. Das, was um einen herum passiert, in den Hintergrund versinken zu lassen und die eigene Praxis und das Erlebnis davon wirklich in den Mittelpunkt zu bringen.

Und der zweite Gedanke war das Paradox, dass eigentlich jede Yogastunde mit sich bringt: die Aufmerksamkeit auf sich selbst zu lenken, obwohl man in einer Gruppe ist. Natürlich können Partnerübungen das Miteinander einer Klasse verstärken, doch liegt der Fokus hauptsächlich auf dem Introspektiven, seinen eigenen Körper und Atmung beobachten und spüren – was noch durch das Schließen der Augen verstärkt werden kann.

Um mich herum atmen, bewegen sich und schwitzen ca. 30 Menschen, Unbekannte. Unterschiedliche Leute im Raum seufzen etwas lauter und affektierter als ich es gewohnt bin. Ich verdrehe im Herabschauenden Hund reflexartig die Augen. Gleichzeitig fällt es mir schwer, nicht gucken zu wollen, nicht wissen zu wollen, wie das bei den anderen aussieht, was sie da machen, und vor allem interessiert mich eins: wieso habe ich das Gefühl, dass die Atmosphäre angespannt ist?

Natürlich liegt es auch an mir: der Teil, der als Yogalehrerin tätig ist, will wissen, wie es die Anderen unterrichten, worauf sie achten, wie sie Dynamik und Ruhe in die Klasse bringen. Und wie Yogastunden in anderen Studios, anderen Städten und Kulturkreisen funktionieren. Die Globalisierung hat eben nicht nur H&M in jede europäische Stadt gebracht, sondern auch Yogastudios.

Einige Male innerhalb der 90 Minuten vibriert ein Telefon. Nicht sehr laut, aber doch merklich. Und das funktioniert für mich als Symbol für die Stunde, ich verstehe, was mich eben verunsichert hat: Das, was normalerweise für mich während Yogastunden draußen bleiben sollte, hat sich hier mit eingeschlichen.

Gerade durch das Klischee, dass sich in meiner überzeichneten Darstellung erfüllt, werden Aspekte noch deutlicher, die mir schon vorher in anderen Yogaklassen begegnet waren. Eben weil Berlin so lebendig ist, viele neue Bewohner der Stadt so hip und jung, aber eben auch oft hyperaktiv und ruhelos sind, dient wohl dieses Bild so gut als Beispiel für meine Argumentation.

Im Alltag hat man oft das Gefühl, immer funktionieren zu müssen. Dinge erledigen, arbeiten, kreativ sein, innovativ und dabei auch noch attraktiv sein. Und das beschränkt sich inzwischen keineswegs auf die Arbeitswelt. Von den Menschen um uns erhoffen wir uns (zumindest ein bisschen) Anerkennung für das, was wir sind und tun. Durch die Kleidung, Freunde, Orte, die wir in der Freizeit besuchen, signalisieren wir viele unterschiedliche Dinge, auch die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe und/ oder Altersklasse.

All das – so dachte ich – sollte man in der Yogastunde draußen lassen können. Dabei ist mir ganz klar, dass Yoga auch elitär sein kann. Nicht jeder kann es sich leisten, sowohl zeitlich als auch finanziell, Yogastunden zu nehmen.

Trotzdem habe ich das idealisierte Bild, dass man den Raum betritt, in dem man mit anderen Menschen – Unbekannten – Yoga praktiziert, und viele Dinge für die Dauer der 90 Minuten draußen aussperrt. Darunter liegt an höchster Stelle eben diese Anspannung, die der Leistungsdruck erzeugt.

Es ist egal, wie laut mein „OM“ ist, wie tief ich mich über meine Beine vorbeugen kann, wie lange ich in einer Balance-Haltung stehen kann oder mit geschlossenen Augen reglos dasitzen. Von den so genannten Fancy-Poses ganz abgesehen. Es ist auch egal, wie groß oder klein, dick oder dünn, was für eine Leggings ich trage, ob und wie ich tätowiert bin und ob ich mich vegetarisch ernähre oder nicht. Grundsätzlich ist es auch noch gleichgültig, ob ich bei der Bank arbeite oder gerade arbeitslos bin. Das alles sollte in dem Moment unwichtig sein.

Für die Dauer der Yogapraxis bin ich Anwesenheit, bin ich Aufmerksamkeit, bin ich in einigen Momenten und an guten Tagen sogar Ruhe und Gelassenheit. Ich bewege meinen Körper, weil es mir gut tut, auch wenn nicht jede Position gleich angenehm ist. Ich gehe in einen Flow – wie es der Lehrer an dem Tag nennt – , weil die Bewegungen mir Energie geben, mich stark machen und mich herausfordern. Aber ich gehe auch mal zwischendurch in die Kindhaltung und ruhe mich aus, weil ich ganz einfach mal eine Pause brauche.

Mitten in einer großen Gruppe zu sein verleitet mich aber doch dazu, um mich zu schauen (wie sollte ich auch nicht, wenn das Knie meiner Nachbarin immer wieder auf meiner Matte landet). Die Menge zieht einen mit, man macht vielleicht doch ein Vinyasa mehr als sonst. Vielleicht geht man in der Vorbeuge doch ein bisschen tiefer. Hält eine Position ein bisschen länger. All das ist prinzipiell gut. Aber ich muss mich immer wieder fragen: Übersehe ich dabei meine eigenen Grenzen? Bin ich dazu verleitet, mich mit anderen zu messen, etwas zu repräsentieren, was ich gerne verkörpern möchte? Oder bin ich abgelenkt, weil ich besonders kritisch den Nacken meiner Nachbarin in einem Twist begutachte, der nicht sonderlich „weit und frei“ aussieht, wie unser Lehrer gerade angesagt hat?

Es ist an sich schon seltsam, die Menschen um sich herum ignorieren zu wollen: Selbst wenn mein Blick nicht in deren Richtung geht, so spüre ich doch die Präsenz derjenigen, die um mich sind. Blick, Gehör und all die anderen Sinne verbinden mich und meinen Körper mit der Außenwelt. Ich bin auf sie angewiesen, um mich im Raum zu orientieren und den Anweisungen folgen zu können. Ein stückweit kann ich sie nach innen richten, trotzdem wehren sie sich, werden beansprucht oder abgelenkt. Sie sind schließlich dafür vorgesehen, vorwiegend „nach außen“ zu gehen. Verstehe ich beispielsweise nicht, was der Lehrer sagt, so drehe ich mich zu einer meiner Nachbarinnen und imitiere sie. Wird das Ohm angekündigt, orientiere ich mich an der Stimme der anderen und schließe mich an.

Yoga besteht also vielmehr aus „nebeneinander“ als miteinander. Friedliches, rücksichtsvolles nebeneinander. Bei dem der oder die Nachbarin nicht gewertet wird. Ähnlich wie (idealerweise) in Bus und Bahn oder an anderen öffentlichen Orten, an denen ich tagtäglich fremden Menschen begegne. Ist das ein Widerspruch, wenn doch im Yoga – soweit ich das verstehe – Mitgefühl, Gewaltlosigkeit und Achtsamkeit gelehrt werden?

Wiederholen sich im Yoga dieselben Muster wie im Alltag, überwältigt mich das Gefühl, dass ich weniger davon habe. Auf jeden Fall habe ich dann weniger Spaß an der eigenen Praxis. Dabei möchte ich in der Yogapraxis einen Raum finden, der mich so sein lässt, wie ich Off Duty bin. Wo ich entspannen, mich im übertragenen Sinne „zurücklehnen“ kann. Ohne Angst vor fremder Wertung, ohne mich messen zu müssen. Das bedeutet jedoch auch vertrauen und loslassen zu können.

Aber vielleicht lautet die Frage anders herum: wieso trenne ich zwischen dem, was in- und außerhalb des Yogaraums geschieht? Würde diese Gelassenheit, diese Möglichkeit, sich „zurückzulehnen“ immer und überall vorhanden sein, wäre unsere Lebensqualität immer und überall auch höher. Und ich würde im Alltag vielleicht gar nicht so oft das Verlangen verspüren, mich zurück zu ziehen oder in eine Yogastunde zu gehen, um dies tun zu können.

Jetzt, am Ende von diesem Text angelangt, hinterfrage ich meine ursprünglichen Gedanken und frage zurück: soll Yoga dazu dienen, uns einen abgegrenzten Raum zu bieten, in dem wir uns entspannen können? Oder sollte es nicht vielmehr umgekehrt sein: dass wir die Gelassenheit, die wir in einer Yogastunde erleben, in all unsere Lebensgebiete übertragen?

Wenn das möglich ist, dann ist Yoga doch mehr als nur eine der Aktivitäten, die wir am Tag verrichten und von unserer To-Do-Liste streichen. Dann wird Yoga auch nicht von dem System instrumentalisiert, in dem wir die ganze Zeit nur „funktionieren“ sollen. Weil es dann eben nicht dafür da ist, Energie zu tanken, um danach direkt wieder los powern und endlos weiter machen zu können.

Während dem Yoga gehe ich „nach innen“, bin aber unvermeidbar mit den Sinnen nach außen gerichtet. Und das ist auch gut so. Ich plädiere nicht für leere Yogastunden, weite Räume ohne andere Menschen, sondern vielmehr dafür, den ganzen Rest draußen zu lassen. Taschen, Telefone, aber auch Vorurteile (wie meine eigenen), Wertungen und zu viel Ernsthaftigkeit und Anstrengung. After all, it’s just Yoga!

Text: Johanna

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Lebe Yoga

Was ist Yoga? Handelt es sich beim Yoga um das Erlernen und praktizieren von Asanas (Körperhaltungen), ein Aspekt des Hatha-Yoga. Oder geht es um das Studium der philosophischen Texte, wie zum Beispiel den Sutren des Patanjali oder der Bagavad Gita, ein Aspekt des Jana-Yoga oder bedeutet Yoga Hingabe, das Singen von Mantren und das Rezitieren von Texte, Aspekte aus dem Bhakti-Yoga? Oder ist Yoga von allem ein bisschen? (mehr …)

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ATHA – Hier und Jetzt –- inspiriert vom Yoga Sutra des Patanjali

Das Yoga Sutra des Patanjali beginnend mit Atha. Hier und Jetzt.

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(Der Text beginnt einleitend mit einer Vorstellung des 8-gliedrigen Pfades und endet mit POESIE – zu Ende lesen!!!)

Atha bündelt Alles. Vorstellbares, nicht Vorstellbares, Angst, Freude, Tod, Blumen, Wälder, Tiere, das Universum, Ameise, Mörder, Verdammte, Geliebte, Masse und Freiheit, die Enge, wäre Athaeine Zahl wäre es Gogol Plex Plex hoch 10 und dennochohne aufzuhören. Alles und Nichts liegt in diesem einen Moment, er ist es, der Moment, das Jetzt, der alle Möglichkeiten birgt, und dennoch auch wieder nichts denn Sein.

Wir alle sind verankert in Vergangenheit und Zukunft,

Citta= unser Geist (das Meinende, denkende Selbst, unsere Wahrnehmung, Gefühle, Gedanken, Phantasien, Erinnerungen, Konditionierungen…) sind erwachsen aus dem Erleben und vererbten.Unser Gehirn verarbeitet Alles zu „sinnvollen, lebenserhaltenden“ Strukturen.

Wir lernen zu sein, zu funktionieren.

Aber all diese erlernten, zu Fleisch gewordenen Erfahrungen und Voraussetzungenunterliegen einemallzu menschlichen, (aber) eben falschen Verständnis, und sind erwachsen aus den 5 Kleshas:

  1. Avidaya: Unwissenheit Täuschung, Verwechslung

Etwas, das die reale Gegenwart vorwegnimmt und stattdessen etwas Eigenes präsentiert, basierend auf dem Wissen der Vergangenheit.

  1. Asmita:  Identifizierung mit dem Ego, zu glauben, wir seien das was wir denken

die vollständige Identifikation mit einem momentanen Gefühl. Das „Ich bin“-Gefühl.

  1. Raga:     Wunsch, Verlangen, Begierde. Die Verhaftung in die Materielle Welt.
    1. Dvesha:  Abneigung, Angst vor Veränderung und dem Unbekannten.
    2. Abhinivesha: Angst, Panik, Existenzängste

Angst vor Zukunft, Angst vor Krankheiten, vor allem Angst vor dem Tod

So ist das Yoga Sutra mit Atha der Beginn der Yoga Praxis.

Der Begin des Prozesses um irgendwann dort anzukommen was CIT = das ganz klare, das reine, erkennende Bewusstsein ist. Cit, das sehende Selbst, es sieht die Wirklichkeit wie sie tatsächlich ist, unabhängig von Meinungen, Einbildungen, Erfahrungen und und und.

Atha, das Ankommen, nein das Seinim Jetzt birgt alle Daseins- Aspekte in sich und löst sie dennoch auf. Es führt so zu einer inneren Harmonie, nicht im Sinne von trautem harmonischen Zusammensein, sondern zu etwas, das man als Selbstverständnis verstehen kann.

Als Klarheit. „Aha. So und nicht anders.“

Verstehen im Sinne von Ankommen und Betrachten, wertfrei da sein. Gewahrsein.

Und wenn dann Jetzt Atha, das klare Bewusstsein nicht erfahrbar ist, geben die Sutren (aufgeteilt in 4 Kapitel) die Anleitungen zum Gewahr werden dessen, was der klare Geist Cit ist.

Wir können unsere Praxis nur dort beginnen, wo wir gerade stehen. Im Jetzt.

Ist unser Geist unruhig und wir sind innerlich unausgeglichen? Yoga beginnt genau hier.

Die Praxis ist immer bereit, wenn wir es sind.

Angeleitete werden wir in den Sutren durch den 8- teileigen Yoga Pfad,

1. Yama: Verhalten gegenüber anderen Menschen

Ahimsa/ Gewaltlosigkeit, Satya/Wahrhaftigkeit, Asteya/Nicht Stehlen, Brahmacarya/Enthaltsamkeit,

Aparigraha/Begierdelosigkeit

2.Nyama: Verhalten gegenüber uns Selbst

Saucha/Reinheit, Samtosha/Zufriedenheit, Tapas/Askese, Svadhyaya/Studium der Schriften, Ishvarapranidhana/Hingabe an das Göttliche

3. Asana: Körperübungen

4. Pranayama: Atemübungen

5. Pratyahara: Sinnesrückzug

und Samyama, die Versenkung welche sich aufteilen in die folgenden Schritte:

6. Dharana: Konzentration auf ein Objekt

7. Dhyana: Meditation, mit dem Objekt fließen

8. Samadhi: Ekstase, Erleuchtung, Einswerdung mit dem Objekt

Es gibt also einen Weg. Und durch die Praxis des Yoga entsteht ein Verständnis von uns selbst und wir finden immer näher zu unserem klaren Geist.

Wenn wir keine Rolle mehr spielen, nicht mehr unser Sein steuern, dann sind wir frei, rein und klar.

In reinem Gewahrsein. Nicht mehr Wahrnehmende. Sondern im Hier und Jetzt sein. Vergangenes, gewesen sein lassen, Seiendes sein, werdendes, sein lassen werden. Frei von Gefühl und Anhaftung. Körperlos. Das ist Jetzt. Das ist Atha.

 

Atha                                                                                                  

Es ist die Zeit gekommen.

Ich war da. Ich habe es gespürt. Jetzt bin ich anders. Ich kann nicht anders.

Jetzt

Atha

Nie habe ich eine tiefere Stille

Einen ruhigeren Wind

Ein stilleres Streicheln auf meiner Seele gespürt als

Damals im Jetzt

Nun ist es gewesen

Aber es war

Und es wird sein

Jetzt. Stillstand. Gewissheit. Vertrauen. Süße. Angst. Leere. Liebe. Glückseligkeit.

Ein Verständnis von Selbstverständlichkeit, das das, was jetzt ist, nicht anders sein kann.

Genau so und nur so. Unspektakulär. Alltäglich. Wunderbar. Schmerzerschreiend und Leer.

Es gab eine Begegnung mit dem Vergehen, dem Hass, der Erlösung.

Und irgendwo, ich war da, geht keine Zeit mehr vorbei,

denn alles war genau so wie es sein soll.

Ein Moment der vollkommenen Hingabe an das was geschieht.

Vergangenes. Seiendes. Und Werdendes.

Neu manifestiert inder Seele dieser sommerlichen Frühlingswiese.

Invielen Gestalten und doch in nur Einem.

Im Jetzt. Alles ist Eins. Jetzt. Atha.

Jetzt. Der alte Mann, der Hund, ein Blick, das Leiden, das Vergehen, der Schmerz, das Fenster, die Schreie, das Verlassen, die Mutter, die Bäume, das Kind, alles nektarsammelnd im Gras schwirrend. Keine Zukunft, keine Vergangenheit. Auch das Gewesene war da. Auf dieser Sommerlichen Frühlingswiese. Und das was kommen würde war auch schon da um zu sein.

Ich war da. Im Jetzt.

Jetzt sind wir wieder am Anfang.

Da wo wir anfingen, nur anders. In der Zukunft.

Verrückter.

Wilder.

Irrer.

Geliebter.

Starr. Bewegungslos. Frei.

Ich weiß nun einmal mehr, das ich nichts weiß und doch so viel.

Gesehen.

Niemals vergessen. Vergessen.

Es hat mich berührt und ich werde wieder da sein, wenn es Zeit ist im Jetzt zu sein.

Atha. Jetzt.

Wenn es sein wird.

Wenn es gewesen sein wird um zu sein.

Zeit und Raum vereint um aufzugehen im Nichts. Im Jetzt.

Die Seel ist da. Leicht. Nicht verloren. Rein und Klar.

Du.

Ich.

Wir.

Nichts. Atha.

TEXT: GABI BAYKAL, Absolventin der Yogalehrerausbildung bei Openlotus

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„Geh an die Ort, die du fürchtest“


Buch: In jedem Moment unseres Lebens haben wir die Wahl: Unsere Lebensumstände können uns verhärten, uns ängstlich und abweisend machen, oder sie lehren uns, sanfter, mitfühlender und freundlicher zu werden. Doch unsere gewohnten Strategien mit Ängsten, Leiden und Schwierigkeiten umzugehen, sind wenig geeignet, diese zu überwinden - stattdessen zementieren sie diese letztlich nur. Aus dem riesigen Fundus buddhistischer Geistesübungen schöpfend, macht die erfahrene Meditationsmeisterin hier deutlich, wie wir unsere Ängste nutzen können, um in einer schwierigen Welt und in schweren Zeiten zu Furchtlosigkeit finden und authentisch leben zu können.Das Buch von Pema Chödrön „Geh an die Orte, die du fürchtest“ , ist wie ein kleiner Wegweise, der uns Methoden zeigt und Werkzeuge an die Hand gibt, wie wir uns auf dem Weg machen können, in uns das völlig offene Herz zu wecken und zu einem mitfühlenden Krieger zu werden. „Wir können zulassen, dass die Lebensumstände uns verhärten, uns ängstlicher und abweisender machen, oder sie lehren uns, sanfter, mitfühlender und freundlicher zu werden und offener für das, wovor wir unsfürchten. Wir haben die Wahl.“ Auf dieser Unterweisung basiert das Buch.

„Bodhichitta“ („völlig offenes Herz”, „wunder Punkt“) wird auch mit der Fähigkeit „zu lieben“ und mit Mitgefühl gleichgesetzt. Liebe und Mitgefühl  machen uns Angst, weil wir uns durch diese öffnen. Da wir uns ständig davor fürchten, verletzt  zu werden, errichten wir Schutzmauern aus Meinungen und Vorurteilen, die wir durch verschiedene Emotionen verstärken. Wir müssen lernen, dass  unter den errichteten Mauern das Herz liegt, das uns Mitgefühl lehren kann. Wir können lernen, dass auch in den schwersten Zeiten, mitten in unserem Leiden, Zugang zu Bodhichitta möglich ist.

Ein Bodhisattva (mitfühlender Krieger), stellt sich den herausfordernden Situationen, um Leiden zu lindern indem er sich darin schult, das bedingungslose Bodhichitta zu wecken.

Wenn wir uns auf dem Weg des Kriegers machen, brauchen wir Mut, Offenheit und Mitgefühl, um unsere eigenen Ängste anzunehmen und uns in dem wunden Punk, unserem Schmerz, aufzuhalten. Offenheit hilft uns, unsere Ängste besser zu verstehen. Wenn wir offen und empfänglich bleiben für alles was passiert, wird Bodhichitta zum Vorschein kommen.

Vergänglichkeit, Ichlosigkeit und Leiden belehren uns, nicht länger gegen die Natur der Wirklichkeit anzukämpfen.  Wenn wie die Vergänglichkeit akzeptieren, die Prinzipien der Ichlosigkeit und die Gründe unseres Leidens verstehen, können wir damit aufhören, dem Wechsel von Freude und Schmerz entfliehen zu wollen. Wir können lernen, uns zu entspannen und einfach in jedem Augenblick unseres Lebens voll gegenwärtig sein.

Die Bodhichitta Schulung

Die zentrale Praxis für einen werdenden Bodhisattva ist das Kultivieren von Maitri (bedingungslose Liebe). Die Übungen der vier grenzenlosen Eigenschaften: Meditation, Liebenden Güte, Mitgefühls, Freude und Gleichmuts sind Werkzeuge, die uns darin schulen können, den wunden Punkt von Bodhichitta freizulegen.

Im Sitzen, in Meditation, können wir an unseren Gedanken und Emotionen näher herankommen und uns mit unserem Körper verbinden. In der Meditation akzeptieren wir uns so, wie wir sind, mit unserer Verblendung und unserer geistigen Gesundheit (MAITRI). Erst wenn wir beginnen, uns mit uns selbst anzufreunden, wird die Meditation zu einem transformierenden Prozess in dem wir vier Qualitäten von Maitri entwickeln:

  • Standhaftigkeit (einfach in unserem Körper zu sein, zur Kenntnis nehmen, was darin vorgeht )
  • Klares Sehen (Ehrlichkeit gegenüber uns selbst, die Barrieren sehen, die wir errichten)
  • unsere emotionale Not annehmen, ohne unsere Erfahrung zu verdammen oder zu rechtfertigen
  • völlig „da zu sein“, Augenblick für Augenblick

Diese vier Eigenschaften sind auch für alle Bodhichitta Übungen und für den Umgang mit schwierigen Situationen in unserem Alltag von Bedeutung.

1.) Die Übung „Liebende Güte“ schult uns, Aufrichtigkeit, Liebe und Mitgefühl uns selbst gegenüber zu entwickeln und unsere Engstirnigkeit zu erkennen. Wir lernen, unser Herz und unseren Geist auch unter schwierigeren Umständen zu öffnen und zu erkennen, wann wir Barrieren zwischen uns und anderen errichten. Ziel ist, die liebende Güte erst für uns selbst zu entwickeln und diese dann Schritt für Schritt auf einen immer größeren Kreis auszudehnen. Jede Stufe gibt uns die Möglichkeit, unser Herz ein Stück weiter zu öffnen und unser Fähigkeit, ohne Voreingenommenheit zu lieben, zum Vorschein zu bringen.

2.) Um Mitgefühl zu üben, brauchen wir die Bereitschaft, Schmerz zu empfinden, wir üben uns in Tapferkeit, uns dem Schmerz zu stellen. Wir wünschen, dass alle Wesen – einschließlich wir selbst, und auch diejenigen, die wir nicht mögen – vom Leiden und vor der Wurzel des Leidens frei sein mögen. Mit dem Wunschgebet können wir unser Herz sanfter werden lassen und gleichzeitig – in Hinsicht auf die Momente, in denen wir uns öffnen oder abschotten –, ehrlicher und nachsichtiger mit uns selbst werden. Durch diese Übung gewinnen wir ein immer tieferes Verständnis für die Wurzel des Leidens.

In der Übung des Tonglens wird unser Mitgefühl auf all jene ausgedehnt, die in derselben misslichen Lage sind, wie wir. Wir sind bereit, unser eigenes Leiden und Schmerz, sowie den von anderen aufzunehmen, und das Glück zu uns selbst und allen anderen auszusenden. Mit der Praxis des Tonglen schulen wir uns darin, uns nicht mehr so sehr an unser Ich zu klammern und uns um andere zu kümmern.

3.) In dem Wunschgebet zum Erwecken von Wertschätzung und Freude üben wir uns darin, uns auch über die geringste Wohltat zu freuen und Dinge wertzuschätzen, die das Leben für uns bereithält. Der Schlüssel ist, in jedem Augenblick ganz präsent zu sein. Die Kombination von Achtsamkeit und Wertschätzung bringt uns in vollen Kontakt mit der Wirklichkeit und schenkt uns Freude. Wir lernen, uns zu freuen, wenn wir an einen geliebten Menschen denken und sein oder ihr Glück würdigen. Dann üben wir mit Menschen, die uns weniger eng verbunden sind. In den einzelnen Schritten lernen wir, unser Herz für andere zu öffnen und uns mit anderen zu verbinden.

4.) Gleichmut zu kultivieren bedeutet, dass wir alles, was im Leben kommt (Krankheit, Gesundheit, Armut, Reichtum) annehmen können. Egal „was“ es ist, wir heißen es willkommen und lernen es kennen.

Die Übungen der vier  grenzenlosen Eigenschaften sind Wege, um Bodhichitta zu erwecken. Mit diesen Übungen drücken wir unsere Bereitschaft aus, unser Herz zu öffnen und näher an unsere Ängste heranzukommen. Sie helfen uns, unsere Fähigkeit auszubauen, standhaft bei unseren Erfahrung zu bleiben und den Unterschied zwischen einem verschlossenem und einem offenem Geist kennenzulernen. Wir entwickeln die Bewusstheit und die Freundlichkeit, die wir brauchen, um anderen helfen zu können.

Die nahen und entfernten Feinde der vier grenzenlosen Eigenschaften: Anhaften, Hass, Mitleid, Überwältigt-Sein, Grausamkeit, Übermut, Gleichgültigkeit und Voreingenommenheit – sind unsere Lehrer, die uns zeigen, dass wir uns und andern mit allen Schwächen akzeptieren können.

Auch Vergebung ist ein wichtiger Bestandteil der Bodhichitta-Praxis. Durch Vergebung lernen wir, von der Vergangenheit abzulassen und einen Neuanfang zu machen. Vergebung kann man nicht erzwingen, sie ist ein natürlicher Ausdruck des offenen Herzens, unseres grundlegendem Gutseins.

Text: Eva Bales, Teilnehmerin der Yogalehrerausbildung

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Zusammenfassung der Geschichte „Siddhartha“ von Hermann Hesse, Teil I

Hintergrundinformationen:

Ich finde die Literatur der Jahrhundertwende unglaublich spannend. Ende des 19. Jahrhunderts öffnete sich der europäische Kulturkreis für Ansichten aus anderen Denksystemen. Nachdem Vivekananda 1893 auf dem Parlament der Weltreligionen die Philosophie des Vedanta (seine Interpretation davon) vorgestellt hatte, beschäftigten sich die geistigen Vorreiter und künstlerischen Eliten in Europa auch mit dem Buddhismus und Hinduismus. Die Geschichte „Siddhartha“ von Hermann Hesse spiegelt fernöstliches Gedankengut so gut wieder, dass sie in mehrere indische und asiatischen Sprachen übersetzt wurde und dort sehr erfolgreich war.

Zusammenfassung der Geschichte „Siddhartha“ von Hermann Hesse, geschrieben 1919-1922


Ein junger Bramahne mit Namen Siddhartha übt sich früh in den vedischen Künsten, ist sehr lerneifrig und wissbegierig, lernt schnell und gut und übertrifft bald seine Lehrer. Aber er ist unzufrieden und stellt fest, dass seine Lehrer ihm ihr bestes bereits gegeben haben. Er sieht, dass sie sich ihr Leben lang den Lehren widmen und doch das ersehnte Ziel der Erlösung nicht erlangen.

So verlässt er sein Elternhaus und schließt sich den wilden Samanas (Asketen) an. Sein Ziel: leer werden, leer von Durst, von Wunsch, von Traum, Freude und Leid. Das Ich zu überwinden um im innersten das große Geheimnis zu finden. Er lernt viel: den Atem zu sparen, den Herzschlag zu kontrollieren, sich in die Dinge der Welt hineinzuversetzen. Er schlüpft gedanklich und in jedes Tier von seiner Geburt bis zu seinem Tod und fühlt mit ihm, er erlebt den Kreislauf des Lebens, tötet seine eigenen Sinne, seine Erinnerungen, seinen Bedürfnisse.

Doch bald fragt er: Was ist Versenkung, Verlassen des Körpers, Fasten, Anhalten des Atems anderes als eine weitere Flucht vor dem Ich, Betäubung gegen den Schmerz und die Unsinnigkeit des Lebens. Das kann man auch in der Kneipe oder beim Wein finden. Nähern wir uns der Erkenntnis oder gehen wir vielmehr im Kreis? Wenn das Wissen in allem ist, ist nicht das Lernen/Wissenwollen selbst der ärgste Feind der Erkenntnis?

Siddhartha verlässt die Samanas und trifft auf einen erleuchteten Weisen. Er erkennt, dass dieser das höchste Ziel erreicht hat und Erlösung vom Tod gefunden hat. Er sieht aber auch, dass dies nicht durch eine noch so klare und einleuchtende Lehre erreicht wurde, sondern nur durch eigene Suche, auf eigenem Weg, durch Gedanken, Versenkung und eigene Erkenntnis. Das Geheimnis der Erleuchtung ist nicht durch Worte mitteilbar. Also setzt Siddhartha seine Wanderschaft fort und verlässt alle Lehrer und Lehren um sein Ziel allein zu erreichen.


Kommentar: In diesem ersten Teil der Erzählung finden sich viele Aspekte wieder, die mir in der Yoga-Praxis begegnen. Der Wunsch nach Erweiterung des eigenen Horizonts, Lernen, neue Erfahrungen – das ist ein ganz grundlegender menschlicher Antrieb.

 Auch die Übungen im Yoga, die Asanas (Körperübungen) in Verbindung mit Pranayama (Atemlenkung) und Meditation haben das Ziel, die Grenzen von Körper und Geist zu erfahren und vielleicht auszudehnen und zusammen mit dem Atem Zugang zu neuen Energien zu finden.

So hilfreich es ist, eine Yoga-Richtung zu finden, die mir guttut, mich nicht verletzt sondern stärkt, so sehr bin ich auch immer auf mich selbst zurückgeworfen. Ich muss selbst meine Übungen machen und bestimme deren Intensität. Ich achte auf meinen Körper und seine Möglichkeiten und Beschränkungen. Beim Yoga lerne ich, die eigenen Grenzen zu respektieren oder vielleicht auch schwierigen Herausforderungen immer wieder zu begegnen, bis ich sie meistern kann. Wie Nicole Konrad immer wieder sagt: „Schau, wie Du Deiner Yoga-Praxis begegnest, vielleicht begegnest Du so auch dem täglichen Leben.“

Und nun noch einmal Hesse (sinngemäß): „Suchen heißt: ein Ziel zu haben; finden heißt: frei sein, offen sein, kein Ziel zu haben. Wissen kann man kommunizieren und lernen, Weisheit nicht. Man kann Weisheit finden, sie leben, von ihr getragen werden.“

In manchen Yoga-Stunden als Teilnehmer oder auch als Lehrer fühle ich ein wenig von dieser Idee, getragen zu sein. Dann bin ich immer wieder sehr glücklich, Yoga für mich entdeckt zu haben und vermitteln zu dürfen.

 Namaste!  (= Das Wissen/Licht in mir sieht und achtet das Wissen/Licht in Dir)!

Brigitte Heinz, Yogaübersetzung und Yogalehrerin Openlotus
Yoga Allianz + Anusara Elements zertifiziert

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Zusammenfassung des Buches SIDDARTHA von Hesse – Teil 2

Nachdem Siddhartha die Welt der Lehre hinter sich gelassen hat, nimmt er zum ersten Mal die Welt um sich herum wirklich wahr. Sie ist, bunt, magisch und schön, und wie er selbst begierig, sich zu erfahren. Die Welt der Erscheinung ist keine Täuschung (Maya) denn Göttlichkeit liegt in allen Dingen. Siddharta möchte nun diese Welt, die er so lange verleugnet hat, kennenlernen und vor allem die Liebe erleben.

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Das neue Jahr und die „guten Vorsätze“ – TAPAS

2014 – Das neue Jahr ist noch „ganz frisch“.

Vielleicht hast Du Dir etwas für das Jahr vorgenommen … Dich mehr zu bewegen, besser zu essen, mehr zu entspannen, Dir mehr Zeit und Auszeiten zu gönnen, einen Traum zu verwirklichen, …

Die Silvesternacht ist oft der Startschuss für das neue Vorhaben. Die ersten Tage und Wochen gelingen oft gut, ist man noch euphorisch und voller Zuversicht diesmal beständig zu bleiben. Mit der Zeit wird es schwieriger, vielleicht ertappst Du Dich dabei, Dich im Geist zu fragen, ob nicht unter Berücksichtigung dieser speziellen Situation, ggf. nur dieses eine mal eine Ausnahme drin wäre. Nur das eine mal …?
Aus dem „einen mal“ werden dann schnell „zwei mal“ und mit der Zeit verwässert dei Absicht und man gibt sie auf.

Wie kann Yoga helfen? In der Yoga-Philosophie gibt es im 8-gliedrigen Pfad des Patanjali die Idee von TAPAS – was häufig mit Disziplin, Willensstärke und Disziplin übersetzt wird.
Yoga erkennt an, dass Praxis schwierig ist, es beständiger Übung und oftmals eben auch einer gewissen Strenge bedarf, damit es gelingt, alte Muster zu verändern. Tapas steht auch für Leidenschaft, Feuer, Verwandlung und Transformation. Ist es schließlich nötig, alte Dinge zu verwandeln oder aufzugeben, um Neues zu schaffen und zu etablieren.
Wir wünschen Dir, dass es Dir gelingt mit Achtsamkeit und Beständgkeit an den neuen Vorsätzen festzuhalten – in dem Bewusstsein, dass zu viel Härte und Strenge auch nicht richtig ist.
Maß halten, Mitte finden, Geduld üben, mitfühlend bleiben, aber den Weg nicht aus den Augen verlieren.

Ein GUTES 2014!

Das Openlotus-Team – Yoga in Köln

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Was macht Yoga so „anders“ – wirkungsvoll und kraftvoll?

Was macht Yoga so „anders“? Oder: Was Tadasana uns lehren kann

Tadasana ist die Basisposition aller Asanas – Ausgangsposition für alle anderen.
Warum könnte man meinen, schließlich ist das aufrechte Stehen keine Kunst, sondern scheinbar Alltäglichkeit.
Was unterscheidet Tadasana oder Samastiti vom einfachen Stehen oder anders ausgedrückt, was unterscheidet Yoga von jeder anderen Art der Bewegung oder Sportart?
Es ist die Intention in der Handlung, die Absicht, im Moment präsent zu sein und bestimmte Qualitäten zu etablieren: Yoga ist Meditation in Bewegung.
Fast jede Yogastunde beginnt damit, ein Thema, einen Schwerpunkt oder einen Fokus zu setzen. Bewusst nimmt man sich einen Moment Zeit und fühlt in sich hinein, wie sich der Körper anfühlt und wie ruhig oder unruhig der Geist ist. Man prüft, welche Qualitäten man in der Asanapraxis etablieren möchte oder welche Ängste, negative Gedanken oder Überzeugungen man bewusst „ gehen lassen“ möchte. Es ist ein Ritual, die Absicht, der Praxis eine Intention zu geben.
Vielleicht braucht man Stärke, Beständigkeit, Kraft und Unerschütterlichkeit. Genau die Qualitäten, die Tadasana und viele andere, vor allem stehende Positionen, repräsentieren. Ein Berg reicht tief in die Erde, ist „verwurzelt“, er ist kraftvoll und besteht über Jahrtausende. Egal wie schlimm eine Wetterfront toben mag, der Fels lässt sich davon nicht beeindrucken, er ragt weiter kraftvoll empor. Selbst wenn ich mich schwach fühle, kann ich auf der Matte ein Berg sein. Die Füße, die in Tadasana das Fundament bilden, kann man mit Bewusstsein platzieren, das Gewicht gleichmäßig verteilen und sich vorstellen, wie Wurzeln tief in den Boden reichen. Der Rest des Körpers wird ebenfalls kraftvoll über dieser Basis ausgerichtet, die gesamte Muskulatur wird aktiviert, die Wirbelsäule verlängert und der Brustkorb geweitet.
Je stärker ich mich fühle, je mehr ich innerliche wachse, meine Kraft, meine Mitte und meinen Ausdruck finde, um so kraftvoller wird meine Position und ebenso meine innere Stärke.
Es mag Tage oder Phasen im Leben geben, an denen es nicht gelingen mag, auch nur einen Hauch von dieser inneren Kraft bei sich zu entdecken. Wenn das passiert, erinnere ich mich gerne an den Satz einer Yogalehrerin: „fake it till you make it“. Damit meinte sie nicht, dass man irgendwas vertuschen sollte oder versuchen sollte, etwas zu sein, was man nicht ist, sondern vielmehr, dass man nicht aufgibt, beständig weiter übt, gibt, was man hat und sich innerlich vorstellt, dass es einem SELBST gelingen kann. Wenn man glaubt, dass man Position XY niemals schaffen kann oder irgendein Problem niemals lösen kann, dann beraubt man sich schon der Möglichkeit. Ohne den Glauben an die eigene Kraft und an das eigene Potenzial kann Veränderung nicht gelingen. Ich muss mir vorstellen, der Himalaya zu sein, nicht der kleine Hügel um die Ecke.

Zu dieser Idee gibt es ein wundervolles Zitat von Marianne Williamson, aus A Return To Love: Reflections on the Principles of A Course in Miracles

“Our deepest fear is not that we are inadequate. Our deepest fear is that we are powerful beyond measure. It is our light, not our darkness that most frightens us. We ask ourselves, Who am I to be brilliant, gorgeous, talented, fabulous? Actually, who are you not to be? You are a child of God. Your playing small does not serve the world. There is nothing enlightened about shrinking so that other people won’t feel insecure around you. We are all meant to shine, as children do. We were born to make manifest the glory of God that is within us. It’s not just in some of us; it’s in everyone. And as we let our own light shine, we unconsciously give other people permission to do the same. As we are liberated from our own fear, our presence automatically liberates others.

Herzliche Grüße von Openlotus – Die Yogaschule in Köln

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Anusara Yoga – ein „Kind“ des Iyengar Yoga

Anusara School of Hatha YogaAuch Anusara Yoga steht in der Tradition Krishnamacharyas.

Iyengar Yoga ist bekannt durch seine Präzision in den Asanas, den Einsatz von „Hilfsmitteln“, wie zum Beispiel Klötzen und  Gurten und sein umfassendes Verständnis von Yoga Therapie.
John Friend, der Gründer des Anusara Yoga, war lange Jahre Meisterschüler in der Tradition des Iyengar Yoga.
Der erhebliche Einfluss dieser Tradtion ist daher spürbar.

Anusara Yoga ist fließender als Iyengar Yoga, es gibt immer ein „Thema“ im Unterricht und Anusara Yoga arbeitet mit sogenannten „universellen Prinzipien der Ausrichtung“, die in jedem Asana Anwendung finden.
Das Alignment – also die Ausrichtungsprinzipien in den einzelnen Asanas – ist ebenso ausgereift und präzise wie bei Iyengar. Eine gesunde und auf allen Ebenen heilsame Praxis ist mit diesem System sehr gut möglich.
Mehr zu den Inhalten und Ideen findet man unter: anusarayoga.com
Anusara Yoga wurde 2012 aufgrund von Fehlverhalten von John Friend „erschüttert“. Viele Anusara Lehrer reichten daraufhin ihre Zertifikate zurück, bis heute befindet sich die Tradition im Wandel und dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen.

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Filme zu Yoga – Empfehlungen

Wie erfolgreich und bekannt Yoga geworden ist, sieht man unter anderem daran, wie stark die Medienwelt auf Yoga reagiert. Eine Vielzahl von Filmen sind bereits erschienen, hier ein paar Empfehlungen von Openlotus – Die Yogaschule in Köln.

  • One Track Heart – The Story of Krishna Das
    Ein Film zu einem der bekanntesten Mantra-Sänger der Welt
  • Yoga unveiledEvolution and Essence of a spiritual practice
    behandelt den großen philosophischen Hintergrund des Yoga, mit vielen Interviews renomierter Philosophen und Yogis
  • Der Atmende Gott – Reise zum Ursprung des modernen Yoga
    ein Film zu allen Yogaformen in der Tradition Krishnamacharyas
  • Yoga – Die Kunst des Lebens
    Die Dokumentation begleitet eine Gruppe westlicher Pilger auf eine Reise nach Rishikesh und in einen abgelegenen Ashram im Himalaya
  • Im Kopfstand zum Glück
    Ein Film über vier Menschen, die eine Yogalehrerausbildung machen

Hast Du eine weitere Empfehlung? Dann schreibe uns gerne einen Kommentar und wir ergänzen die Liste!

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Yogastile: Die „Kinder“ des Ashtanga Yoga

Im Blog von Openlotus wurde bereits die Geschichte vom „Urvater“ vieler moderner Yogastile Krishnamacharya zu seinen Schülern, u.a. seinem ersten wichtigen Schüler Pattabis Jois – dem Begründer des Ashtanga-Yoga, beschrieben. In diesem Beitrag geht es um die „Kinder des Ashtanga“.

Ashtanga Yoga zeichnet sich, wie bereits beschrieben, durch eine sehr dynamische und durchaus fordernde Asana-Sequenz aus, bei der die Asana-Abfolge, das Verweilen in der jeweiligen Position als auch Blickrichtung und Atem genau festgelegt sind. Ein Abweichen von der Sequenz ist nicht vorgesehen.

Einige Praktizierende des Ashtanga-Yoga schätzten die Dynamik dieser Yogaart, suchten aber die Freiheit, den Ablauf in der Sequenz zu verändern und auch länger in den Asanas zu verweilen. So entwickelten sich das Vinyasa Yoga. Vinyasa bedeutet im Wortsinn „in bestimmter Weise setzen“.

Vinyasa Yoga ähnelt dem Ashtanga Yoga. So werden einzelne Positionen durch eine fließende Bewegungsfolge (genannt Vinyasa – dies stellt einen  Teil des Sonnengrußes dar) miteinander verbunden. Der fließende und dynamische Charakter des Yoga bleibt dadurch erhalten.
Durch die Freiheit, die Positionen unterschiedlich anzuordnen, kann man als Praktizierender unterschiedliche Schwerpunkte setzen, z.B. verstärkt Hüftöffner der Rückbeugen in die Übungssequenz einbauen.
Dennoch bestehen grundsätzliche Sequenzregeln. Man beginnt die Stunde mit Sonnengrüßen oder Sonnengrußelementen und baut einfache stehende Asanas ein. Dies dient dazu, den Körper aufzuwärmen und auf die darauf folgenden Übungen gezielt vorzubereiten. Der Schwierigkeitsgrad der Übungen ist ansteigend, läuft oft zu einer Top-Position, um dann langsam wieder auszuklingen. Beendet wird die Stunde, wie immer im Yoga, mit Shavasana, der Schlussentspannung.

Power Yoga, Jivamukti Yoga und Flowyoga sind nur wenige Namen, die dieselbe Yogaart beschreiben. Viele weitere „Yogastile“, ebenso die oben genannten, stellen eigentlich kein neues System bzw. Yogaidee dar, sondern sind einfach Vinyasa Yoga. Daher ähneln sich diese Stile sehr.

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Zeit – was ist Zeit- kann ich Zeit sparen? Was ist das „Hier und Jetzt“

In dem Buch „Momo“ von Michael Ende sparen die Menschen Zeit, die von den „grauen Herren“ auf Zeitsparkonten angelegt werden. Doch anstatt mehr Zeit zu haben, hetzten alle nur noch schneller durch das Leben. Alle warten auf den Zeitpunkt, irgendwann die gesparte Zeit nutzen zu können und dann zu leben, nicht erkennend, dass es gesparte Zeit nicht gibt und alle nicht genutzten Momente unwiederbringlich vergangen sind. (mehr …)

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Yogastile: Iyengar Yoga

Was ist Iyengar Yoga und wie ist es entstanden?

Auf dem Blog von Openlotus, Yoga Köln, erklären wir die Hintergründe und Herkunft der gänigen Yogastile. Dieses mal: Iyengar Yoga.

Iyengars voller Name lautet: Bellur Krishnamachar Sundararaja Iyengar, er wurde 1918 geboren und lebt noch heute, in Mysore, Indien, wo sich das Iyengar Yoga Institut befindet.
Seine Schwester war mit Krishnamacharya, dem „Vater“ des modernen Yoga (mehr zu ihm hier im Openlouts Blog) verheiratet.
Iyengar war in seiner Jugend eher schwächlich und häufig krank, daher arbeitete er zunächst im Haushalt seines Schwagers.

Um Yoga populär zu machen veranstaltete Krishnamacharya zur damaligen Zeit öffentliche Vorführungen.  Als sein wichtigster Schüler plötzlich verschwand, sollte/durfte Iyengar einspringen und sein Können beweisen. Von diesem Tag an unterrichtete Krishnamacharya ihn dann auch. Auch damals noch war Krishnamacharya mehr als streng und durchaus gewaltvoll in seinen Unterrichtsmethoden – Iyengar erzählt davon selbst.
Schon nach einem Jahr  Unterricht trennten sich ihre Wege.  Dies lag daran, dass Krishnamacharya vom Maharadscha Krishnaraja Wodeyar IV, an dessen Hof er lebte und unterrichtete (dieser sorgte auch für seinen Lebensunterhalt), gebeten wurde, dafür zu sorgen, dass eine Gruppe von Frauen, die in einer entferneten Stadt wohnten, im Yoga unterrichtet werden.
Dieses Aufgabe erteilte Krishnamacharya Iyengar (zur damaligen Zeit wurde Yoga Frauen nicht unterrichtet).
Iyengar verließ daraufhin Krishnamacharya und lehrte von nun an selbst. Er forschte tief nach der Natur der inneren Ausrichtung, berücksichtigte jeden Teil des Körpers, sogar die Haut und entwickelte eine tiefe heilende Praxis. Er schuf therapeutische Programme und die Praxis mit Hilfsmitteln (Props) aller Art. Diese Entwicklung liegt sicher zum einen an der eigenen Erfahrung mit seinem Körper, seinen Krankheiten und der Frage, wie man diese heilen kann, als auch an der veränderten „Zielgruppe“ seiner Schüler.

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Yogastile: Ashtanga Yoga

Es gibt unzählige verschiedene Yoga-Stilrichtungen. Es ist manchmal schwer zu verstehen, wie sich die einzelnen Yogarichtungen voneinander abgrenzen bzw. unterscheiden.
Daher starten wir hier im Blog von Openlouts eine Serie, in der wir beschreiben, was was ist und woher es kommt.
Den Anfang macht Ashtanga-Yoga, da es in der zeitlichen Abfolge (in der Traditon Krishnamacharyas) als erstes entstand. (mehr …)

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Was Yoga kann

Da Yoga ein immer stärkerer werdender „Trend“ ist, beschäftigen sich auch die Medien immer mehr mit dem Thema. Die Ergebnisse und Meinungen klaffen jedoch eklatant auseinander.
Die einen warnen vor Yoga und seinen Gefahren und provozieren mit Titeln wie „Wie Yoga deinen Körper ruinieren kann“, die anderen sind voll des Lobes ob der vielen positiven Effekte.
Was stimmt den nun? Eine nicht so einfach zu beantwortende Frage…


Sicher ist, dass der Nutzen des Yoga sehr unterschiedlich ist, je nachdem welchen Yogastil man übt, in welcher Tradition der Yogalehrer ausgebildet wurde und wie erfahren dieser ist. Natürlich spielt der Charakter des Übenden eine weitere Rolle, übertriebender Ehrgeiz führt bei jedem „Sport“ zu Verletzungen.
Aber  zurück zu den Fakten und die mittlerweile doch umfassende Studienlage zu Yoga (mehr als 2000 – nach wissenschaftlichen Kriterien durchgeführte – Studien liegen vor)
Hier einige Ergebnisse über den Nutzen und die Wirkung des Yoga:

– eine tägliche Meditationspraxis von 30 Minuten verändert signifikant das Gehirn von extrem gestressten Personen
– Studien deuten an, dass Yoga- und Meditationspraxis die kognitiven Fähigkeiten verbessern
– subjektive Empfindugen wie Wohlgefühl und Lebensqualität verbessern sich, Yoga wirkt gegen Anspannung und Depression besser als andere Sportarten wie z.B. Ausdauertraining
-Yoga verbessert den Schlaf deutlich, die Einschlafzeit wird kürzer und die Schlafdauer länger
– Entzündungsstoffe im Körper reduzieren sich bei regelmäßiger Yogapraxis
– die Erfolge bei der Behandlung von chronischen Rückenschmerzen sind besser als bei allen anderen Maßnahmen wie Bewegungstraining oder Krankengymnastik
– Yoga wirkt bei Bluthochdruck, Atem- und Gefäßkrankheiten signifikant
– besonders die Kombination aus Yoga, Atemübung und Meditation erbringen besonders deutliche Heilerfolge bei der Behandlung von Herzerkrankungen, Bluthochdruck, akuten Stress-Symptomen und Depressionen
– Yoga wird als Zusatztherapie bei Schizophrenie eingesetzt
– Yoga verstärkt die Ausschüttung eine Neurotransmitters (Gamma-Aminobuttersäure), ein niedriger Gehalt dieses Botenstoffs geht häufig mit Depressionen einher
– Yoga scheint auf „Krebs-Gene“ zu wirken, die Genaktivierungsmuster konnten durch Yoga verändert werden
– die Produktion der Immun-Proteine steigt an

Eine beeindruckende Liste!


Ein guter Artikel, der einiges zusammenfasst und differenziert darstellt: GEO vom 06.06.2013 – „WAS YOGA KANN“
wer noch genauer hinschauen mag, hier einige Studien:
– „Effect of Yoga on Mental and Physical Health“ – Hindawi Publishing Corporation, Evidence -Based Complementary and Alternative Medicine, Volume 2012, Article ID 165410
– „Yoga as a Therapeutic Intervention“, Hindawi Publishing Corporation, Evidence -Based Complementary and Alternative Medicine, Volume 2012, Article ID 174291
– „Effects of Yoga Versus Walking on Mood, Anxiety, and Brain GABA Levels: A Randomized Controlled MRS Study“, The Journal of Alternative and complementary medicine, Volume 16, Number 11, 2010
– „Comparing Yoga, Exercise, and Self-Care Book for Chronic Low Back Pain“, Annals of internal medicine, 2013


Die Qualität von Yoga ist wichtig, sehr wichtig, besonders für uns von Openlotus – Yoga Köln. Wir gehen da „keine Kompromisse“ ein.

 

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Was ist uns unser Essen wert? Solidarische Landwirtschaft

Immer wieder bloggen wir etwas zu Ernährung, Landwirtschaft und Lifestyle.
Warum auf dem Blog von Openlotus – Yoga Köln?
Nun, wir sind der Meinung, dass die „Ganzheitlichkeit“ des Yoga nicht bei uns aufhört sondern die Art wie wir leben, welche alltäglichen Entscheidungen wir treffen und wie wir uns verhalten, entscheidend sind für die „Gesundheit“ der Welt. (mehr …)

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Feedback zu Openlotus

„Qualitätskontrolle“ ist wichtig, sich zu hinterfragen, weiter zu entwickeln, Inhalte zu überprüfen und zu verändern natürlich ebenso.

Kürzlich baten wir unsere Kunden um Feedback zu Openlotus Yoga Köln, den Kursen, den Lehrern, der Yoga Lehrer Ausbildung und das, was uns ausmacht.

Hier einige von Euren Meinungen, herzlichen Dank dafür!

  • entspannte und positive, aber keine zwingend spirituelle/mystische Atmosphäre; also man merkt, dass neben den Asanas auch die Philosophie des Yoga vermittelt werden soll, aber auf eine „alltäglich“ anwendbare Weise, tolle Beispiele aus dem Alltag, die jeden betreffen und ich nehme aus jeder Stunde auch gedanklich was mit, dazu treffende Wortwahl für jedes Thema
  • respektvoller Umgang, sehr viel Freundlichkeit und trotzdem kein „Wir-haben-uns-alle-lieb“ – ehrlicher, offener Umgang
  • absolut präzise Vermittlung der Asanas auf einer Ebene, die gut verständlich ist und trotzdem begrifflich korrekt, sehr genaues und „feines“ Arbeiten in den Asanas
  • sehr abwechslungsreiche Unterrichtseinheiten, die zum Ausprobieren und Erfahren des eigenen Körpers einladen = es wird nie langweilig
  • Spaß am Tun
  • jede/r LehrerIn hat absolut seinen eigenen Stil und trotzdem sind alle einig in Kompetenz, Vermittlung von richtigen Positionen und Anspruch
  • richtige Balance zwischen „Leistung“ und Weiterkommen in der eigenen Konstitution und gleichzeitig keine Überforderung (mit anderen Worten: es ist immer „anstrengend“, aber nie unangenehm leistungsfordernd), jeder ist gut so wie er ist und das wird auch vermittelt
  • Organisatorisch super: Viele Kursangebote, sehr variabel, passt immer in den Zeitplan
  • dazu: großes und ständig wechselndes Angebot an Fort- und Weiterbildungsangeboten, Workshops & Co., Literatur, „Wohlfühl-Equipment“ und Tipps
  • und: wunderschönes Studio, tolle Terasse 🙂 Ich liebe diese Terasse und gerade nun im Sommer die Möglichkeit, immer draußen unter freiem Himmel praktizieren zu können

Wir sind wirklich dankbar für Rückmeldungen und Meinungen, Verbesserungsvorschläge und offen für alles, was Dir am Herzen liegt. Also, bitte jederzeit jeden vom Team ansprechen!

Herzliche Grüße, das Openlotus-Team, Yoga in Köln !

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Patanjalis Yoga Sutra – eine Zusammenfassung

Das Yogasutra des Patanjali

Von der Erkenntnis zur Befreiung – eine Zusammenfassung

Das Yoga Sutra  des Patanjali besteht aus 195 Sutren und teilt sich in 4 Kapitel auf. Jedes Kapitel hat einen anderen Schwerpunkt, wobei die zentrale Idee des Yoga Sutra darin besteht, dass wir die tiefen Ursachen unseres Leidens nicht dadurch verringern können, indem wir die äußeren Umstände anpassen oder verändern. Entscheidend, was wir mit unserem Geist tun. Es geht darum das meinende, denkende Selbst (CITTA), das sich ganz klar unterscheidet von dem reinen, erkennenden Bewusstsein (CIT) unterscheidet, zu erforschen und zu verstehen.

Das meinende Selbst, CITTA, umfasst den ganzen mentalen Bereich: unsere Eindrücke,  Meinungen, Erinnerungen, Konditionierungen usw. Der Autor eines Kommentars zum Yoga Sutra, DESIKACHAR,  beschreibt das meinende Selbst wie ein Segel: richtig gesetzt unterstützt es uns auf unserem Weg, wird es jedoch vom Wind der äußeren Umstände unstetig hin und her geworfen, übernimmt es die Kontrolle und wir sind im ausgeliefert. Yoga hilft uns das Segel selbst in die Hand zu nehmen.
CIT hingegen ist sehende Selbst, es sieht die Wirklichkeit wie sie tatsächlich ist, unabhängig von Meinungen, Einbildungen und Erfahrungen.

1.Kapitel: SAMADHI PADA

Yoga wird gleich zu Beginn des ersten Kapitels als ein Zustand definiert, in dem die Bewegungen des CITTA in eine dynamische Stille übergehen und so das wahre  Selbst erkannt werden kann (Yoga Citta Vritta Nirodhah).
Im Yoga Sutra wird die Praxis auf zwei wesentlichen Standbeinen gestellt:

  • beharrliches Üben (Abhyasa) zur Mobilisierung der Willenskraft
  • Gleichmut, (Vairagya) um unser Ziel mit Gelassenheit und etwas Abstand zu erreichen
Ein weiterer Weg die Vrittas, die Wellen des Geistes zu stoppen, ist das Besinnen auf ISVARA, eine zeitlose und vollkommene Kraft, die in jedem Menschen ruht und ihm in allen Zeiten als Inspiriationsquelle dient. Eine solche Anbindung an ISVARA ist nicht nur in schwierigen, sondern auch in unbeschwerten Zeiten wichtig. Solch eine dauerhafte Anbindung entsteht durch kontinuierliche Anrufung in meditativer Praxis, der Mensch findet sie in seiner tiefsten Vorstellung. Durch Anbindung an diese Kraft sind wir verwurzelt und haben Vertrauen.
Wenn wir hingegen nicht verwurzelt sind, entstehen Hindernisse (Krankheit, Trägheit, Zweifel, Hast, Faulheit, Abgelenktheit, Fehleinschätzung, keine Zielstrebigkeit, Unbeständigkeit). Sie sind die Zeichen dafür, dass wir in diesem Moment nicht in uns ruhen. All diese Hindernisse bringen Leiden (DUKHA) mit sich.
Heilmittel gegen DUKHA, welche alle mit beharrlichem Üben und Gleichmut ausgeführt werden sollen:
  • Besinnung auf die vier wesentlichen Gefühle (Liebe, Mitempfinden, Enthusiasmus, Vergeben)
  • Reflektion über eigene Zu- und Abneigungen
  • meditative Ausrichtung des Geistes auf ein bestimmtes Thema oder Objekt, das unsereGefühlswelt positiv anspricht.
Wenn die Hindernisse schwächer werden, sieht man die Dinge wie sie wirklich sind, das CITTA wird zu einem klaren Kristall, umso besser er geschliffen ist umso klarer die Erkenntnisse. Der Zustand der Selbstbesessenheit wird zu einem Zustand der Selbstvergessenheit. Dies ist ein Zustand der vollkommenen Erkenntnis, genannt SAMADHI.

2. Kapitel SADHANA PADA

Das 2. Kapitel wird als SADHANA PADA bezeichnet. Es geht in diesem Kapitel um die Ursachen des Leidens (KLESAS) und deren Wirkungsweise. Weiterhin erfolgt eine Unterrichtung über die ersten 5 Schritte auf dem 8fachen Pfad (Übungsweg des Yoga).
 Die KLESAS werden als tief sitzende Kräfte beschrie ben, die unser Denken und Handeln beeinflussen. Das Yoga Sutra beschreibt 5 dieser KLESAS wobei AVIDYA, die Verwechslung, das stärkste unter ihnen ist. Verwechslung ist wie ein inneres Urteil, das die reale Gegenwart vorwegnimmt und statt dessen etwas eigenes präsentiert, basierend auf dem Wissen der Vergangenheit.
Die ersten 5 Übungsglieder auf dem fünffachen Pfad
sind die folgenden:
1. Yama: Verhalten gegenüber anderen Menschen
(Ahimsa= Gewaltlosigkeit, Satya=Wahrhaftigkeit, Asteya=Nicht Stehlen, Brahmacarya=Enthaltsamkeit, Aparigraha: Begierdelosigkeit)
2. Nyama: Verhalten gegenüber uns selbst
(Sauca=Reinheit, Samtosha=Zufriedenheit, Tapas=Askese, Svadhyaya: Studium der Schriften, Ishvarapranidhana= das Handeln zu Gottes Füße legen)
3. Asana: Körperhaltungen
4. Pranayama: Führung des Atems
5. Pratyahara: Sinnesrückzug

3. Kapitel VIBUTHI PADA

Im 3. Kapitel, VIBUTHI PADA, genannt werden hauptsächlich die letzten 3 Glieder des 8-fachen Pfads vorgestellt. Diese werden als SAMYAMA (Versenkung) bezeichnet und umfassen:
6. Dharana: Konzentration
7. Dhyana: Meditation
8. Samadhi: Ekstase
Die Wirkung der SAMYAMAS besteht darin, dass der Übende unterscheiden kann zwischen CIT undCIITA, es ist keine Verwechslung mehr möglich und die Erkenntnisse werden klar.

 4. Kapitel KAIVALYAPADA

Das 4. Kapitel ist das Kapitel über die Befreiung, KAIVALYAPADA. Das Yoga Sutra führt in diesem Merkmale auf, die für eine dauerhafte persönliche Veränderung wichtig sind.
Ein wirklich freier Mensch, so heißt es hier, zeichnet sich dadurch aus, dass sein Tun vollkommen absichtslos ist. Das Ziel des absichtlosen Tuns wird erschwert durch den Bann der KLESAS, durch die wir uns sehr schnell eine Meinung bilden und in alte gewohnte Handlungsmuster zurückfallen.
Auf dem Weg, frei von Triebhaftigkeit, sollten wir deshalb die Zusammenkunft der 4 Faktoren stets verhindern:
  • wir unterliegen immer wieder dem Irrtum, der zur Bildung unserer Gewohnheit geführt hat
  • wir erwarten bestimmte Ergebnisse
  • wir sind in einer unruhigen Verfassung
  • äußere Reize wirken auf uns ein und veranlassen, dass wir in unser altes Verhalten zurück fallen
Wie ich etwas wahrnehme hängt stets von der Ausrichtung meines Geistes ab; bei veränderter Ausrichtung präsentiert sich das gleiche Thema/die gleiche Situation völlig anders.
Ein vollkommen freier Zustand, in dem es keinen Rückfall mehr gibt, wird mit den folgenden Attributen beschrieben:
  • vollkommener Gleichmut
  • man kann in jeder Situation CITTA von CIT unterscheiden
  • das Aneignen von Wissen ist nicht mehr von Bedeutung
  • der Druck durch Aufgabe oder Ziele fällt weg
Das Leben verläuft im Gleichklang, das Innere des Menschen leuchtet unverhüllt hervor.
Verfasserin: Lena Fischer, Absolventin der Yogalehrer-Ausbildung bei Openlotus
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DEM ALLTAG FLÜGEL GEBEND

dem Alltag Flügel gebend

das Universum in Gras und Himmel erkennend

beseelt mit Freude auf das was kommen mag

mit Liebe in jedem Wort, jedem zweiten dritten 1000sensten wort

die Krater des Lebens in uns tragend

wiegen wir uns im Strom der Zeit

kein gestern, das uns bestraft

kein morgen, das uns zur eile zwingt

in diesen Moment

wir sind nicht das was wir denken sagen und tun

wir sind mehr

oder weniger

es ist das Lachen

das unsträgt

die Träne, die von uns wäscht den Staub der Lava

die Schatten auslöscht und alles Seiende

jede Form in jedem Moment neu erschafft

hast du es gesehen

und wenn auch nicht

nimm dich an die hand

und tanze mit dir

Gabi Baykal – Teilnehmerin der Yogalehrerausbildung bei Openlotus – die Yogaschule

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Yoga Lehrer Ausbildung – wie ist das? Der Bericht einer Absolventin

Vom Glück, Yoga zu unterrichten.

Ich bin nun 48 Jahre alt und habe schon einige berufliche Stationen in meinem Leben durchlaufen, aber diese Erfahrung – als Yogalehrerin aktiv zu sein – ist unvergleichlich.

Die Yoga Lehrer Ausbildung bei Openlotus war wunderbar, sie hat mir viele neue Erkenntnisse gebracht, mich Dinge gelehrt, mit denen ich mich vorher noch nie beschäftigt habe, mich an Grenzen gebracht und mich über Grenzen gehoben, die ich nicht kannte. Aber vor allem hat es mir eins geschenkt: Die Leidenschaft und die Liebe zum Yoga.

Nun ist es eins, Yoga selbst zu praktizieren. Eine ganz andere Sache ist es, Yoga zu unterrichten.

Am Anfang unserer Ausbildung bekamen wir die Aufgabe, einen Sonnengruß vor der Gruppe zu unterrichten. Ich hätte alles lieber getan – Patanjalis Sutren auswendig gelernt oder zwei Monate freiwillig das Klo geputzt – als diese Aufgabe zu erfüllen. Das erschien mir unmöglich.

Aber das konnte ich nun schlecht bringen, das ließ mein Ehrgeiz nicht zu. Ich schlief also die halbe Nacht nicht und ging den Sonnengruß in Gedanken ständig durch – wohlgemerkt mit Ansagen von Ein- und Ausatmen und links und rechts an der richtigen Stelle!

Irgendwie hat’s funktioniert, ich erinnere mich nicht mehr genau. Aber ich erinnere mich an das Bild der Menschen vor mir, die das getan haben, was ich gesagt habe. Ich sah die Reaktionen auf meine Ansagen in ihren Gesichtern und auch in ihren Körpern.

So kam ein Stein ins Rollen. Dachte ich anfangs noch, die Ausbildung ist toll, aber du musst ja nicht unbedingt unterrichten, hatte ich nun Feuer gefangen. Auch wenn die nächsten Proben in der Ausbildung sehr aufregend und holprig waren, war es eine tolle Erfahrung, sich selbst von einer ganz anderen Seite kennen zu lernen.

Heute ist die Aufregung in den Hintergrund getreten und hat einer ganz tiefen Qualität Platz gemacht: Der Herzens-Qualität. Dieses tiefe Gefühl der Verbindung mit sich selbst aber auch mit seinen Schülern ist außerordentlich. Schon bei der Entwicklung des Themas und der entsprechenden Sequenz tritt man in einen inneren Dialog. Du hast die Menschen dabei vor deinem inneren Auge, siehst ihre Potenziale und ihre Absicht. Im Unterricht selbst spürst du, dass jeder Teilnehmer einzigartig ist und so ist jeder herabschauende Hund einzigartig. Immer wieder machst du die Erfahrung, dass die erarbeitete Sequenz ein Gerüst ist, du folgst den Impulsen, die die Menschen dir geben.

So sind meine Schüler Mit-Reisende, die mich auf meinem Weg begleiten, die mich lehren, zu vertrauen. Dass ich diese Seite an mir ausleben und an diesen Erlebnissen reifen darf, ist ein großes Geschenk, das ich voller Dankbarkeit und großer Überraschung annehme.

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Tut Yoga weh?

Eines abends kam in einer Yogaklasse der Lehrer zu mir, um in Paschimottanasana, der sitzenden Vorbeuge, zu adjusten. Er legte sich auf meinen Rücken und drückte mich tief nach unten. Ich sagte ihm, dass es für mich schmerzhaft sei, worauf seine Antwort war: „Nun, Yoga muss weh tun, ohne Schmerz kommst du nicht weiter.“

Stimmt das? Muss Yoga „weh tun“. Bringen nur grenzwertige Erfahrungen ein Vorankommen, eine Erweiterung? Kommt man nur „auf die harte Tour“ vorwärts? (mehr …)

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How to open the shoulders – by Jayendra Hanley

“Opening the Shoulders, the Gateway to the Heart”

Jayendra HanleyBy Jayendra Hanley, certified Anusara® Yoga teacher

The body is an amazing structure. It contains an “invisible matrix” that is conscious and knows when we are in optimal alignment. When our physical bodies are out of alignment, our energy and mood decline, the muscles harden, the breath gets shallow, and it becomes very difficult to connect with the higher purposes of life – to know the Heart and live from the Heart.

One amazing part of the human body is the shoulder joint and shoulder girdle. The shoulder joint is where the head of the humerus bone enters the scapula or shoulderblade. It is a shallow ball-and-socket joint that is built for maximum freedom and full 360-degree range of motion. This ROM (range of motion) is possible because of the freedom of movement in the shoulderblade. When we move the arm up or back or in any direction, if the shoulderblade is not fixed onto the back with muscular action, it can move in a number of ways to support the ROM of the shoulder.

Why such freedom? Two reasons. First, a free shoulder joint supports the great dexterity and precision of movement found in our hands and fingers. Second, the arms are the gateway to the heart. We reach out to the world from the heart through the arms and hands. The more freedom we have there, the more we can connect both inside to the Heart, and out to the wide world.

In our yoga practice, we can open up the shoulder joint with various asanas, but what we find in Anusara yoga is that the real key to opening the body is not which poses we do; it’s how we do them. Specifically, using Anusara’s Universal Principles of Alignment, which are based on the biomechanics of the human body, we create both structural integration and full range of movement in whatever posture we take. Let’s go over a few of these principles in Tadasana.

The first principle of Anusara yoga is called “Open to Grace”. Standing with your feet hip width apart and parallel, be aware of the area of your heart. In every human heart is supreme Goodness. Practice seeing the Good that is you. Hmmm. When that happens, the inner energy body softly expands. Light radiates from the Heart. In addition, the sides of the body lengthen from the waistline to the armpits, while the outer body, the skin and muscles remain soft.  This is first principle, and we can maintain this inner body fullness throughout our practice.

Now bring the arms overhead into Urdhva Hastasana with the hands shoulder width apart and this time, the palms facing forward. The second principle of Anusara Yoga is called Muscular Energy. Move your hands a little forward, then integrate the arms into the shoulder sockets, moving the head of the humerus back. The shoulderblades will move onto the back and in towards the spine. Feel the strength and integration of Muscular Energy. It connects us to an inner power.

Third, keeping the thighs back over the pelvis, keeping the head of the humerus back in the shoulder socket, draw the tailbone down and arch back into a backbend. Allow the gaze to follow the heart as it lifts and opens. The last principle of Anusara is called Organic Energy. From the pelvis, root down into the earth and from the pelvis, rise up with full knowledge of your supreme Goodness. After a few joyful breaths here, exhale and lower your arms down.

The beautiful thing about these Universal Principles of Alignment are first, they work! All over the world, yoga students are discovering how effectively they open the body in an entirely safe way. This becomes particularly important for the shoulders as we start to bear weight on the hands and arms and take them into their full range of motion. The second great thing is that the same principles of alignment apply to all poses. They are Universal!

Poses to practice to open the shoulders:

  1. Adho Mukha Svanasana: downward facing dog pose
  2. Bhujangasana: cobra pose
  3. High lunge or Virabhadrasana 1 with the heel up on the back leg
  4. Urdhva Mukha Vrksasana: handstand
  5. Anjaneyasana: “monkey lunge” with the knee of back leg on floor, arms up
  6. Setubhandasana: baby bridge pose
  7. Urdhva Dhanurasana: full bridge or wheel pose
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Interview mit dem internationalen „Yoga-Star“ Desirée Rumbaugh

desiree-163x300Nimm nicht alles zu ernst, vergiss das Lachen nicht!

Wer Desirée Rumbaugh einmal erlebt hat, wird sie nicht wieder vergessen.

Sie sprüht vor Lebensenergie, Freude und Humor und verkörpert pure Leidenschaft für Yoga. Ihr Unterricht ist anspruchsvoll und sehr herausfordernd, getragen von einer tiefen Ernsthaftigkeit für die Kunst und Wissenschaft des Yoga und das Wissen um die transformierende und heilende Kraft.
Desirée, kann auf mehr als 20 Jahre Yogapraxis zurück blicken und sagt, dass es ihre Aufgabe sei, die heilende Wirkung des Yoga zu vermitteln. Yoga half ihr selbst dabei, wieder Freude zurück in ihr Leben zu bringen, nachdem ihr Sohn im Alter von 20 Jahren aus bis heute ungeklärten Umständen bei einem Campingausflug getötet wurde und sie selbst durch eine Zeit unerträglicher Traurigkeit und Schmerz ging.

Desirée, wie bist Du zum Yoga gekommen?
Seit meinem dritten Lebensjahr tanze ich. Ich war professionelle Tänzerin und habe Tanz unterrichtet. Im Alter von 28 Jahren entdeckte ich Yoga. Die Positionen waren alle relativ einfach für mich. Ich fand Interesse daran und entdeckte Yoga als Alternative zu Aerobic.

Warum zog Dich Yoga mehr an als Aerobic?
Ich fühlte, dass etwas Außergewöhnliches während der Yogapraxis stattfand, nach jeder Stunde fühlte ich mich anders. Das Problem war auch, dass ich mich durch das Tanzen immer wieder verletzte. Yoga half mir dabei zu heilen. Und bei Aerobic, da fehlte mir der spirituelle Ansatz.

Gibt es irgendwelche Voraussetzungen, um Yoga zu üben? Schaut man sich die Covers von Yoga-Magazinen an, könnte man auf die Idee kommen, dass man solche Positionen nicht schafft und dann gar nicht mit Yoga beginnt.
Ich weiß, Bilder von Menschen, die sich so frei bewegen, können einschüchternd wirken. Ich empfehle immer, verschiedene Stile des Yoga auszuprobieren und sich dann für das entscheidet, womit man sich am wohlsten fühlt. Wenn ich unterrichtet versuche ich auf einfache Weise den Teilnehmern beizubringen, wie sie ihre Flexibilität und Kraft verbessern können. Manche Menschen möchten sich anstrengen, manche mögen fließende Stile, manche wollen erst einmal detailliert Grundlagen lernen, bevor sie mit fließenden Bewegungsabläufen beginnen. In der Yogawelt ist für jeden etwas dabei. Eins muss man wissen, Yoga darf nie weh tun, geschweige denn verletzen.
Manchmal kommt es vor, dass Anfänger schnell meinen, Yoga sei nichts für sie. Hätten jedoch erfahrene Lehrer ihnen geduldig beigebracht, wie der Körper funktioniert und wie man die für sich beste körperliche Ausrichtung findet, hätten sie eine bessere Erfahrung gehabt. Es ist wie mit allem anderen. Mit ein wenig Geduld und Übung wird alles besser. Ohne gute Anleitung lernt man auf die harte Art. Es gibt viele Experten in der Yogawelt, die ein sehr tiefes Verständnis für Yoga entwickelt haben und sehr helfen können. Warum das Rad neu erfinden?

Hat Dich Yoga verändert?
Ja, ich fühle mich heute sowohl kraftvoller als auch sensibler. Yoga ließ mich innerlich stärker werden und hat mir aufgezeigt, dass ich so außen sanfter sein kann. Yoga hat mich herausgefordert, meinen Ängsten zu begegnen und mich mit etwas Höherem zu verbinden. Ich habe gelernt, mir selbst besser helfen zu können, von Augenblick zu Augenblick.

2003 musstest Du Dich einer unglaublichen Tragödie stellen. Dein Sohn wurde im Alter von 20 Jahren aus bis heute ungeklärten Gründen bei einem Campingausflug in den USA in Begleitung seiner Freundin erschossen. Wie ist es Dir gelungen, diesen Schmerz zu überwinden?
Es dauerte Jahre, um dies zu bewältigen. Von Beginn an setzte ich mir das Ziel, wieder Freude in mein Leben zurück zu bringen. Meinem Herzen zu folgen und meinen Geist zu überzeugen, dass dies möglich ist, dauerte eine sehr lange Zeit.
Die Unterstützung aus der Yoga-Community half mir sehr. Ich habe mich nie wirklich alleine gefühlt in dieser Zeit, ich erhielt viel Unterstützung, um zurück ins Leben zu finden.
Heute, wenn ich erfahre, dass jemand sein Kind verloren hat, versuche ich Kontakt herzustellen, um den Eltern mitzuteilen: wenn ich es geschafft habe, schaffst du es auch,… hier, nimm meine Hand.

Was glaubst Du, müssen wir alle in unserem Leben entdecken und lernen?
Ich glaube, wir müssen alle lernen und entdecken, dass wir Teil eines großen Ganzen sind, Energie, die für einen kurzen Augenblick in einem menschlichen Körper wohnt. Wir sind weder Opfer, noch dem Schicksal ausgesetzt. Wir dürfen uns nicht zufrieden geben, bis wir erhalten, was wir alle verdienen und das ist die Erfahrung von Glückseeligkeit und Ganzheit. Wenn uns das gelingt, können wir mit den Dingen, die in unserem Leben geschehen, umgehen und versuchen, solange wir auf diesem Planeten sind, wirklich das Beste daraus zu machen. Wir geben und machen was wir im Stande sind zu tun, den Rest überlassen wir einer größeren Kraft. Wenn das jeder verstehen würde, wären wir alle eine ganze Menge glücklicher, glaube ich.

Wie unterrichtest Du Yoga?
Wenn ich unterrichte, versuche ich den Teilnehmern zu zeigen, wie sie ihren eigenen Körper nutzen können, um die eigene Kraft in sich zu entdecken, als auch die Verbindung zur göttlichen Natur direkt im eigenen Körper zu fühlen. Man kann es sofort wahrnehmen, da es sich einfach so viel besser anfühlt. Auch versuche ich Yogis zu ermuntern, bei ihrer Verpflichtung gegenüber dem Yoga nicht das Lachen und die Verspieltheit zu verlieren. Dies alles verändert direkt das Leben. Man versteht, dass man nicht alles so unglaublich ernst nehmen muss.

Was ist für Dich Schönheit?
Für mich kommt Schönheit aus dem Innersten des Menschen oder ist in der Natur zu finden. Ich mag die Idee, erst das Gute zu suchen, das Gute in Menschen, Orten und Situationen. Das ist eine sehr kraftvolle und heilende Praxis und verändert die eigene Realität zum Besseren. Erhöhe deine positive Einstellung und deine Negativität löst sich von alleine auf. Lächele mehr und Deine Schönheit wird in die Welt hinaus strahlen. Liebe aus einer höheren Perspektive deines Herzens und du wirst andere weite Herzen anziehen.

Was ist Deiner Ansicht nach der wesentliche Grund, um Yoga zu üben?
Der Hauptgrund ist sich besser zu fühlen. Wie kann mir Yoga dabei helfen, mehr Glück zu erfahren und ein gesünderes Leben zu leben, welches mir hilft, vollständig zu heilen und zu transformieren? Wenn wir uns darauf konzentrieren, uns Moment für Moment besser zu fühlen, werden wir uns verändern und alle um uns herum ermuntern, das gleiche Glück für sich selbst zu finden. Wenn wir ein harmonisches und friedliches Umfeld schaffen wird dies gelingen. Immer haben wir die Wahl, das zu versuchen.

Jedesmal, wenn ich einen Deiner Workshops besuchte, wusste ich, dass ich heute eine Position machen würde, die ich selbst als eine “niemals-in-diesem-Leben”- oder zumindest als eine “niemals-innerhalb-der-nächsten-10-Jahre”-Position einschätzen würde. Wie bringst Du den Menschen bei, mit Ängsten umzugehen?
Angst kommt daher, dass wir nicht verstehen, wer wir selbst und die anderen auf der tiefsten Ebene sind. Sobald wir die Schritte kennen, die uns mit unserer eigenen Kraft verbinden, müssen wir diese gehen. Wir brauchen das Wissen um unsere eigene Kraft als auch die Erfahrung, immer mit etwas Größerem verbunden zu sein. Dann gelingt es uns Schritt für Schritt in ein Leben zu starten, das eine höhere Version unseres Selbst darstellt, stärker und mutiger.

Wie kann eine physische Praxis die innere Realität jedes Einzelnen verändern?
Nun, der Körper verändert den Geist und der Geist verändert den Körper – es funktioniert in beide Richtungen. Wenn Körper und Geist zusammen arbeiten, verändert dies unser Herz.

Was ist Deine wesentliche Nachricht, die Du versuchst zu vermitteln, was soll jeder einmal selbst erfahren?
Mein Hauptanliegen ist es, den Menschen dabei zu helfen, sich selbst zu erkennen und Eigenverantwortung dafür zu übernehmen, was man denkt, sagt und wie man handelt. Sobald wir dieses Bewusstsein etablieren, wird sich die Art, wie wir unser Leben wahrnehmen, dramatisch verändern. Wir sind mehr die Ursache als die Wirkung. Immer haben wir die Möglichkeit, unsere Einstellung und unsere Perspektive zu verändern.

Desirée unterrichtet weltweit Workshops, Retreats, Immersions und Teacher Trainings. Mehr Infos zu ihr findet man auf ihrer Website: www.desireerumbaugh.com.

Die Autorin Nicole Konrad leitet das Yoga- und Ayurvedazentrum Openlotus – die Yogaschule in Köln.

Desirée kann man in einem Workshop nun am 30. Mai 2013 im Openlotus Yoga Köln erleben!

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Vorsicht Yoga! Wie Yoga das Leben verändern kann

An einem Samstagnachmittag vor einigen Jahren fing alles an. Der Besuch meiner ersten Yogaklasse veränderte, in der Rückschau gesehen, mein Leben. Nie hätte ich gedacht, dass der einfache Wunsch, kurzfristig etwas Neues zu probieren, langfristig alles auf den Kopf stellen würde.

Mich hat das Bedürfnis nach Entspannung zum Yoga gebracht. Viele kommen zu ihrer ersten Yogastunde, da sie Schmerzen haben und manche, da sie neugierig sind, was Yoga ist. Wahrscheinlich denken die Wenigsten daran, sich durch die Art der Bewegung mit „dem Höheren“ zu verbinden, durch Körperarbeit eine spirituelle Praxis zu erreichen.

Zu Beginn meiner Yogapraxis war ich damit beschäftigt, meinen Körper in die Position zu bewegen, die der Lehrer vorgab. Berg, Cobra und Hund machten wenig Sinn. Mit der Zeit wusste ich, was die einzelnen Positionen bedeuteten und ich konnte mich meinem Atem widmen. Es gelang, einen „fließenden Atem“ zu etablieren. Der ruhige, tiefe Rhythmus bewirkte tiefe Entspannung und ein ungeahntes Körpergefühl. Später zog ich sogar in Betracht, dass das, was der Lehrer über Größe und unbegrenztes Potenzial sagte, vielleicht tatsächlich auch mich meinen könnte. Mein Vertrauen wuchs und ich begann damit, die in den Stunden vermittelten Prinzipien auch außerhalb des Yogaraums anzuwenden. Ich begann, meinen Atem zu beobachten, zu sehen, wie mein Geist auf bestimmte Situationen reagierte und wie es zumindest ein bisschen möglich war, Abstand zu scheinbar überwältigenden Emotionen zu schaffen und zu beobachten, statt sofort zu reagieren.

Yoga hatte Einzug in meinen Alltag gefunden und begann, meine Art mit Menschen und Situationen umzugehen, zu verändern. Ich bin aber nicht die Einzige, bei der Yoga gewaltige Veränderungen und Transformationen unterstützte oder sogar bewirkte.

Doch wo liegt das Geheimnis, wie können Asanas, Pranayama und Meditation einen neuen Menschen aus einem machen, eine Richtung aufzeigen, von der man vorher nicht einmal gewagt hätte zu träumen?

Wie kann man diese Aspekte finden, Asana für Asana auf der Matte und Atemzug für Atemzug im alltäglichen Leben? Wie kann eine scheinbar rein physische Praxis solch tiefgreifende Transformation ermöglichen? Jeder Sonnengruß kann mechanisch praktiziert werden. Man kann ein „Workout“ machen oder man kann jedem Moment eine tiefere Ausrichtung geben, jeder Bewegung durch Fokus „Leben einhauchen“. Es ist nicht erforderlich, dies zu tun. Doch wenn man damit beginnt, wird man die Tiefe des Yoga entdecken und sich vielleicht dazu entscheiden, die Prinzipien selbst auszuprobieren.

Die eigene Yogapraxis ist ein Spiegel des Selbst. Wie ich mich selbst während der Asanas behandle, die Gedanken, die ich mir gegenüber habe, zeigen mir, wie ich lebe und mit schwierigen oder schönen Momenten umgehe. So wie ich praktiziere, lebe ich mein alltägliches Leben. Bin ich liebevoll zu mir, werde ich dies auch im Alltag sein, bin ich mir nie genug, werde ich Unvollkommenheit spüren.

Wenn man jedoch damit beginnt, der eigenen Praxis ganz bewusst einen Fokus zu geben, kann es einen verwandeln.

Yoga ist, um es in John Friend’s Worten zu sagen, Absicht mit Ausrichtung in Aktion.

Die Absicht ist der wichtigste aller genannten Aspekte. Dahinter steht die Frage, warum praktiziere ich, was bringt mich jeden Tag auf meine Matte, was für ein Ziel habe ich in jedem einzelnen Moment und mit welcher inneren Einstellung, mit welchem Bewusstsein, atme ich jeden einzelnen Atemzug? Yoga kann jeden transformieren, wenn man Moment für Moment mit Bewusstsein und Absicht lebt.

Doch welche Absicht hat ein Yogi?
Alle Yogatexte stimmen darin überein, dass das Ziel des Yoga Vollkommenheit ist. Vollkommenheit und Einheit mit dem Höchsten, dem Absoluten. Doch was ist das? Wir können es nur beschreiben, vielleicht so: kreierende Kraft, umfassende Güte, absolutes Bewusstsein, größte Freude, Freiheit, Fülle, Vibration, pulsierende Kraft und absolute Schönheit. Yoga lehrt, dass es mehr gibt, als nur die einfachen Empfindungen des Körpers und des Geistes. Es lehrt, wie man Körper und Geist schult, fokussiert zu sein und zu bleiben, Kraft und Ausdauer zu entwickeln, um Anhaftungen und Ängste zu überwinden. Die Tradition des Tantra lehrt sogar, dass man das Absolute ist, dass alle Schönheit, Anmut, Größe und Kraft in einem selbst liegen und man sich dessen nur erinnern müsse. Tantra sagt, dass alles, was existiert, eine individuelle Ausformung der einen Kraft ist, alles miteinander verbunden ist, den gleichen Atem und Pulsschlag teilt.

Asanas mit einer Absicht zu praktizieren, sind um ein vielfaches stärker. Wenn ich nur in Betracht ziehe, ein Teil des Absoluten zu sein, kann jede Bewegung eine Meditation sein, ein Gebet, ein Geschenk. Jeder Atemzug kann mich daran erinnern, dass ich expandieren kann, dass Prana, die allumfassende Lebensenergie, in jedem Moment durch meinen Körper pulsiert und ich Teil eines Größeren bin.

Ebenso kann ich mich darauf fokussieren, dass die Früchte meiner Praxis jemanden zu Gute kommen mögen, der Kraft bedarf, ich kann darum bitten, dass Prana Heilung und Kraft bringt, um alte Verletzungen gehen zu lassen und den Mut zu finden, neue Wege zu gehen. Themen, um eine höhere Absicht zu finden, sind unbegrenzt.

Doch wie gelingt es dann, die Absicht in eine Ausrichtung, in „alignment“ zu bringen?

Wieder lehrt die Yogapraxis auf der Matte Wesentliches. Gelingt es, den Körper gesund auszurichten, wird alles leichter.

Zu Beginn meiner Yogapraxis stellte Virabadrasana I und II schlicht ein Workout für meine Oberschenkel dar. Es war einfach nur anstrengend. Es gelang zwar, die Position nach und nach länger zu halten, doch brachte erst die Integration des „restlichen“ Körpers ein wirklich kraftvolles Erlebnis. Ich musste lernen, wie ich meinen Körper in Einheit zueinander bewegte, wie die Integrität der Füße, des hinteren Beins, der Wirbelsäule und der Arme Kraft, Sanftheit und Anmut entstehen ließen.

Sicherlich erfordern Asanas Kraft und Ausdauer, doch wenn sich der Körper in einer gesunden Ausrichtung befindet, erhält man ebendiese zurück.

Wie alles zusammenhängt und miteinander verbunden ist, lehrte mich direkt mein Körper. Auch im Alltag spürte ich deutlicher, wie Ereignisse direkte Auswirkungen auf mein Wohlbefinden hatten. Stress bewirkte eine flachere Atmung und Angespanntheit, Freude Entspannung und Sanftheit. Mit der Zeit verstärkte sich die Fähigkeit zu unterscheiden, was mir gut tut und welche Wege ich gehen wollte. Es fiel mir leichter, Entscheidungen zu treffen und zu bemerken, wann ich nicht mehr „gut ausgerichtet“ war.

Mehr und mehr erinnerte ich mich im Alltag an die im Yoga gelernten Prinzipien und ich stellte fest, dass die eigentliche Praxis dann beginnt, wenn man seine Matte verlässt. Wo war ich mit meinen Gedanken beim Essen, wie begegnete ich meinen Mitmenschen? Yoga ist Praxis, Yoga bedarf der Praxis, der Aktion. Selbst wenn andere Aufgaben wichtiger erscheinen und Aufmerksamkeit auf sich ziehen, wird man die Zeit finden, um zu üben, mit Absicht.

Das ist der Zauber des Yoga. Auf der Matte lernt man, wie viel Kraft und Sanftheit in einem selbst liegen. Prana kann direkt erfahren werden. Man lernt, Vertrauen zu haben, in sich selbst, aber auch in das Leben.

Dieses Vertrauen lässt Transformation zu, die Bereitschaft sich zu öffnen bewirkt, dass man mehr und mehr der inneren Stimme folgt und so Schritt für Schritt Größe und Anmut zum Ausdruck bringt.

Meine erste Yogalehrerin sagte einmal: „Passt auf, Yoga kann euer Leben total verändern. Wenn ihr das nicht wollt, dann praktiziert lieber nicht.“

Sie hatte Recht.

Nicole Konrad / Openlotus – die Yogaschule in Köln

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Interview mit den LOVE KEYS

Yoga_koeln_mantrayoga_lovekeysThe Love Keys begeistern mit ihrer tollen und berührenden Musik. Bei  uns im Openlotus Yoga Köln waren sie zum Glück schon des Öfteren.
Mehr zu ihnen und ihrer Musik hier im Interview. 

Wie schafft Ihr zwei es bei Eurem Tour-Programm zur Ruhe zu kommen?

Ben: Wir haben zum Glück unseren Tourbus, in dem wir auch schlafen können. Diesen nutzen wir häufig, um an besonders schönen Plätzen noch ein-zwei Tage bleiben zu können. Inmitten der Natur kommt man herrlich runter und bei sich selbst an.

Aleah: Ich liebe es, ständig unterwegs zu sein, so fühle ich mich frei und bekomme durch die vielen Kontakte neue Eindrücke und Inspirationen

 

In dem Lied „Holy Illusion“, dass auf der CD Blessings ist, erzählt ihr von Eindrücken in der „spirituellen Szene“. Wie kam es dazu?

Aleah: Der Text von „Holy Illusion“ entstand,  während Ben einfach so auf dem Keyboard spielte, was es mir einfach machte, die Melodie in mir nachklingen zu lassen und „damit zu spielen“. Die Musik hatte etwas dramatisches, emotionales, von daher kam das Thema wie von selbst. Es fühlte sich befreiend an, den manchmal herausfordernden Erfahrungen in der spirituellen Szene Ausdruck zu geben und sie öffentlich zu zeigen.

 

Eure Musikerkarriere brachte Euch sicher nicht direkt zu Mantren, was hat Euch dorthin gebracht?

Ben: Musik und ihre verschiedenen Klänge begleiten mich schon mein ganzes Leben. Als ich drei Jahre alt war drehten meine Eltern einen ziemlich unvorteilhaften Film über Klein-Benni, in dem er mit einem Spielzeughammer über den Hof robbt und gegen alles, wirklich alles, was seinen Weg kreuzt klopfen muss, um zu hören wie es klingt. Im Laufe der Kindheit kam dann die obligatorische Blockflöte und Keyboardunterricht hinzu. Mit neun Jahren entdeckte ich die Gitarre meines Vaters auf dem Dachboden, ein einschneidendes Erlebnis, denn sie wurde zu „meinem” Instrument.  Als Jugendlicher spielte ich in diversen Bands der härteren Gangart, vom Punk bis hin zum Metal. In dieser Zeit machte ich meine ersten Recording-Erfahrungen.

Später, während meines Studiums rückte die Musik für eine Weile in den Hintergrund. Nach dem Motto „Junge, lern was Ordentliches, wie wär’s mit BWL ?!“ lief bis auf ein wenig E-Gitarre zu Hause wenig.

Nach meinem Studium ging es dann aber wieder voll los, als ein Bekannter einen Gitarristen für seine Band suchte. Bei einer Probe dieser Band habe ich auch Aleah kennen gelernt, das war im Sommer 2009. Ein paar Wochen später gab es „The Love Keys“.

 

Aleah, wie war Dein Weg?

Aleah: Das erste Mal hörte ich Mantras im Alter von 17 in Spanien, wo zwei Schwedische Mädchen auf den Straßen traditionelle Mantras sangen. Ich war sehr fasziniert. Die folgenden 9 Jahre nach diesem Treffen brachten mich aber zuerst in eine andere musikalische Richtung: Acoustic Pop. Ich schrieb Songs, reiste durch fast ganz Europa, Kalifornien, Hawai’i und Kanada, trat auf und nahm 10 CDs mit verschiedenen Internationalen Musikern auf. Ich bewegte mich auf Reisen immer in der alternativen Szene, sodass ich Mantras immer wieder hörte,
Eigentlich wusste ich schon nach meinem Abitur, dass ich reisen wollte. Zuerst studierte ich Naturheilkunde, Ascension Therapy mit meiner spirituellen Lehrerin Zaria Et An und Thai Massage für 5 Jahre und dachte, dass sei mein Weg. Während dieser Zeit war ich hin und her gerissen zwischen Musik und Naturheilkunde, wissend, ich müsste mich zwischen den Beiden eines Tages entscheiden.

Als ich einige Monate im Kräuterladen in Edinburgh gearbeitet hatte, wurde mir klar, dass ich ersetzbar bin und nicht mein volles Potential lebe. Jeder hat eine Gabe, mit der er auf diesen Planeten kommt. Zu dieser Zeit lebte ich meine Gabe nicht, ich war nicht frei. Ich entschied mich, vollkommen Musik zu leben und mit Ben als exzellenten Musiker und Produzenten an meiner Seite, entwickelten sich The Love Keys.

 

Ihr seid nicht auf Mantren festgelegt, wie würdet Ihr Euren Stil beschreiben?

Ben: Es gibt bei uns alles vom klassischen Mantra bis hin zur rockigen Popnummer mit E-Gitarren. Ich finde es wichtig, dass man sich selbst treu bleibt und immer wieder die Musik macht, die man auch selbst gut findet und gerne hört. Wir achten die Tradition, wollen die Musik aber auch behutsam etwas ausweiten. Die klassischen Mantrainterpretationen – also mit Tabla, Tambura und Kirtan-Wechselgesang – machen wir ebenso wie spirituelle Lieder im Acoustic Pop Stil. Wir Beide möchten Dinge hin- und wieder ganz bewusst anders machen und aus einem anderen Blickwinkel beleuchten und vertonen. Daher gehören für uns auch ganz klar moderne Instrumente dazu.

 

Was wollt Ihr mit Eurer Arbeit transportieren?

Aleah: Hingabe in der Musik zu hören und zu spüren ist für mich das Wichtigste. Ein Gefühl von „bei sich zuhause ankommen, bei seinem göttlichen Selbst“ ist es, was ich transportieren möchte. Während ich singe, ist es meine Absicht in einen  Zustand zu kommen, dass das Mantra „uns singt“.  Wenn das passiert, dann ist auf einmal alles offen und so ekstatisch, als würden wir schweben. Selbst wenn das nicht immer passiert, erfreut es mich total, wenn ich die strahlenden Gesichter unseres Publikums sehe, die uns sagen, dass sich etwas positiv verändert hat.

 

Eure Zuhörer sind immer sehr berührt von Eurer wundervollen Musik und fühlen sich beschenkt, wie macht Ihr das?

Ben: Ui, Dankeschön! Bewusst machen wir eigentlich nur Musik, nicht mehr nicht weniger.

Aleah: Die Mantras beschenken uns und wir teilen das Geschenk

 

Wo kann man Euch erleben?

So gut wie in ganz Deutschland: www.thelovekeys.de

 

 

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Wie kann mich Yoga Akzeptanz lehren?

Wie kann es gelingen, sich selbst zu akzeptieren, losgelöst von äußeren Umständen ein liebevolles Verhältnis zu sich zu haben? Hilft Yoga dabei, dies zu lernen?

„Ich kann nicht meditieren, mein Geist ist zu unruhig“.

„Ich kann nicht an der Yogalehrerausbildung teilnehmen, ich bin noch nicht gut genug“.

Sätze, die ich als Yogalehrerin hier im Openlotus Yoga Köln immer wieder höre. All diesen Gedanken liegt die Vorstellung zu Grunde, dass man für irgendetwas nicht gut genug ist, nicht ausreicht, sich erst noch verbessern muss.

In jedem von uns tauchen solche Gedanken auf. Es ist jedoch nicht nur die Angst, nicht gut genug zu sein, sondern eigentlich ein Mangel an Akzeptanz sich selbst gegenüber, an Liebe zu sich selbst. Man glaubt, wenn man etwas Bestimmtes erreicht hat, sei es ein Yogaasana, einen anderen Job oder eine bessere Figur, dann endlich würde man sich mögen, sich annehmen können, glücklich werden. Es sind diese „wenn- dann“-Sätze, von denen wir uns Glück und Zufriedenheit versprechen, wenn nur bestimmte Voraussetzungen oder Bedingungen erfüllt seien.

Wie oft musste aber jeder schon feststellen, dass dem nicht so ist. Ein Kleidungsstück, das man sich geleistet hat und bei welchem man sich im Geschäft noch wunderschön gefühlt hat, ist nach einer Weile auch nur noch ein weiteres Teil im Kleiderschrank. Ein Job, den man bekommen hat, wird zur Gewohnheit. Das Asana, welches man jahrelang nicht praktizieren konnte und nunmehr kann, ist nichts Besonderes mehr. Schon wartet eine neue Position, eine neue Herausforderung, die bei Erreichen Glückseligkeit verspricht. Das, was man selber leisten und erreichen kann, wird nicht beachtet, sondern als selbstverständlich abgetan. Kein Grund, sich darüber zu freuen, kein Grund, die eigene Leistung anzuerkennen und noch weniger ein Grund, sich zu 100% zu mögen und anzunehmen. Es ist ein Teufelskreis. Niemals wird man, wenn man dieses Muster nicht durchbricht, Frieden mit sich schließen können, niemals gut genug sein, um irgendetwas zu machen, niemals wird es gelingen, wirklich bei sich selbst zu sein. Ewig wird man versuchen, jemand Anderes zu sein, irgendein Mehr von etwas, was man bislang vermeintlich nicht ist oder hat. Es ist ein Hoffen auf eine Zukunft, die nie kommen wird.

Ziele und Wünsche zu haben ist nicht verkehrt. Ohne diese würde man reglos verharren, nicht nach Höherem streben, nichts würde sich bewegen. Ziele zu haben ist sogar essenziell, es ist der Motor, um Dinge anzugehen, sich zu trauen, sich zu motivieren. Nur mit Absicht und Fokus gelingt es, Ziele zu verfolgen. Es ist nicht der Wunsch, der das Problem ist, sondern das Unvermögen, sich zu mögen und zu akzeptieren.

Zu Beginn meiner Yogapraxis konnte ich lange Zeit urdhva mukha svanasana nicht praktizieren. Mir war, als wäre ich unter all den anderen die Einzige, die es nicht fertig brachte, chaturanga dandasana, die tiefe Liegestützposition, zu halten, um von dort grazil, so wie es bei allen andern schien, in den heraufschauenden Hund zu fließen. Ich fühlte mich eher wie ein Sack ohne Kraft. Die Kobraposition, „meine“ Alternative, wurde mir verhasst, war sie doch Sinnbild für mein Unvermögen. Ich träumte von der Zeit, wenn auch ich endlich „fließen“ konnte, dachte, von da an sei ich dann ein Yogi und würde mich nicht mehr als so ungenügend empfinden. Was für eine Lektion. Mit beständiger Praxis gelang es irgendwann, doch ich war immer noch die Gleiche. Es ging kein Feuerwerk los, welches mich im Kreis der „wahren Yogis“ empfing, ich gewann keinen Preis, alles war wie immer. Ich freute mich. Für eine halbe Stunde. Dann gingen mir schon Gedanken durch den Kopf, wie, „ das war aber auch nötig, Basispositionen nicht zu können ist inakzeptabel, Position XY ist toll, was ist schon ein heraufschauender Hund?“ Für eine kurze Zeit nur war ich mit mir zufrieden, dann schon nagte wieder die gleiche innere Stimme, die meinte, das sei noch lange nicht genug, das würde noch lange nicht ausreichen. Die Vorstellung, die ich hatte, dass ich mich bei Gelingen der Position leiden könnte, hatte sich nicht erfüllt. Ich war mir immer noch nicht gut genug. Ich konnte zwar nun die Position, aber ich war die alte geblieben. Die Veränderung der äußeren Umstände hatte für meine innere Welt keine Veränderung gebracht.

Bis ich dieses Muster auch im Yoga erkannte, dauerte es seine Zeit, schließlich gibt es unzählige, schier unglaubliche Positionen, die man alle vermeintlich erst noch können muss.

Wie kann es also gelingen, sich selbst zu akzeptieren, losgelöst von äußeren Umständen ein liebevolles Verhältnis zu sich zu haben?

Es ist immer nur in jedem einzelnen Moment möglich, immer nur im Hier und Jetzt unter den gegebenen Umständen. Ich kann nur ich selber sein — was sonst sollte ich mitbringen? Ich habe nur diesen Körper, nur diesen Geist, nur dieses Aussehen, nur diese Fähigkeiten. Mehr habe ich nicht, mehr bin ich nicht, mehr muss ich aber auch gar nicht sein. Es ist unser Geist, der uns treibt, der vergleicht, sich ungenügend fühlt und nicht zulässt, dass wir, so wie wir sind, uns selber akzeptieren und lieben können.

Wenn es nicht gelingt, innere Liebe zu sich zu entwickeln, die unabhängig von äußeren Faktoren ist, werden Veränderungen schmerzhaft sein. Sobald ich älter werde, vielleicht nicht mehr so fit und leistungsfähig wie davor, graue Haare und Falten Einzug halten, ich meinen Job verliere oder scheinbar Misserfolg habe, werde ich mein Selbstwertgefühl verlieren. Beständig werde ich versuchen, den alten Zustand wieder herzustellen, anstatt zu erkennen, dass Veränderungen zur Natur des Daseins gehören und alles im Fluss ist. Ständig werde ich versuchen, ein anderer zu sein, als ich eigentlich bin.

Jeder einzelne von uns muss lernen, dass er, so wie er ist, gut ist. Wir müssen lernen, uns selber zu lieben. Wenn ich mich nicht mag, ich mich nicht akzeptieren kann, dann suche ich außen nach Bestätigung. Ich brauche Menschen, die mir sagen, dass ich schön bin, gut bin etc., da ich selber es nicht kann. Ich werde beständig versuchen, mich anders darzustellen, vermeintliche Schwachstellen zu vertuschen, versuchen, mich größer zu machen, als ich bin, nur um nicht so „nackt“ mit meinem Selbst zu sein. Das ist kein Weg, der sich zu begehen lohnte.

Mir wurde einmal eine Geschichte erzählt, die Osho gelehrt haben soll: Ein König hatte einen Garten. Er hatte viele verschiedene Pflanzen gesetzt und ging, um nach ihnen zu sehen. Was er sah, verwunderte ihn. Alle Pflanzen kümmerten vor sich hin. Er fragte einen Baum, warum er nicht wachse, der antwortete, er sei traurig, da er nicht so schöne Blüten habe, wie die Blume. Die Blume war unzufrieden, da sie nicht so groß werden konnte wie der benachbarte Strauch. So ging er von Pflanze zu Pflanze und von allen bekam er die gleiche Antwort. Alle Pflanzen im Garten waren unglücklich. Dann sah der König ein Stiefmütterchen, welches leuchtend und kraftvoll in einem Beet strahlte. Er ging hin und sagte der Pflanze, dass er sich freue, dass sie so gut wachse. Das Stiefmütterchen antwortete: Nun, da du mich gepflanzt hast, denke ich, dass du mich haben wolltest. Also versuche ich mein Bestes, um zu wachsen und zu blühen.

Als ich diese Geschichte das erste Mal hörte, dachte ich, wie albern es für eine Blume wäre, sich nicht zu mögen. Ist sie doch, wie alles, perfekter Ausdruck der Schöpfung. Einer Pflanze würde ein solcher Gedanke nie in den Sinn kommen. Dann habe ich verstanden und fing bei mir selber an, mein eigenes Wachsen und Gedeihen mit einem liebevollen Blick zu bedenken.

Nicole Konrad, Openlotus – die Yogaschule in Köln

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Lifestyle, Ernährung: Eier und Hühner

In den letzten Wochen jagte ein „Skandal“ den nächsten und sorgte gerade in Bezug auf Eier und Hühnerhaltung für ein großes mediales Echo.

Glücklicherweise, denn die Haltungs- und Aufzuchtsbedingungen der Tiere sind mehr als erschreckend und es ist nötig, dass man sich dessen als Konsument bewusst ist. (mehr …)

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Lifestyle, Ernährung, Kosmetik, Wasser, Böden …

Da uns ein gesunder achtsamer und nachhaltiger Lebensstil sehr wichtig sind, möchten wir diese Stelle nutzen, um auf aktuelle Forschungsergebnisse, Studien, „Skandale“ und sonstige wissenswerte Dinge in Bezug auf unseren alltäglichen Lebenswandel hinzuweisen.

An dieser Stelle stehen Infos und Links zu den verschiedensten Bereichen des alltäglichen Lebens. Es ist mehr als erforderlich und an der Zeit, auch im alltäglichen Leben bewusste und ethische Entscheidungen zu treffen. Unser wundervoller Planet bedarf eines achtsamen und friedvollen Umgangs. Immer wieder heißt es, der Einzelne könne nichts machen. Jedoch, wer denn sonst? Man kann immer nur bei sich selbst anfangen. Viele kleine Entscheidungen und Veränderungen machen etwas aus!

Einen netten, lustigen, allgemeinen Überblick liefert das Buch: ”Fast nackt“, von Leo Hickman. Auch gut: Geo Nr. 12 – Dez 08 „Der kluge Konsum – Wie der Welt zu helfen ist“.
Ein SUPER Buch, in dem es darum geht, warum „nur gut einkaufen“ nicht ausreicht: „Ende der Märchenstunde“ von Kathrin Hartmann
Meist ist einem vieles einfach nicht bekannt, wäre man sich aber dessen bewusst, würden manche unserer Entscheidungen sicher anders aussehen. Viel Spaß beim stöbern!

Ernährung

Eine ökologische, regionale Ernährung ist sicherlich der einfachste Weg, der Natur und der eigenen Gesundheit einen Dienst zu erweisen. Mittlerweile kann man über Bioläden, Bio-Wochenmärkte und Ökokisten einfach frisches, gesundes, regionales und unbehandeltes Obst und Gemüse beziehen.
Verschiedene Studien haben belegt (s. z.B. www.schrotundkorn.de/2008/200812a01.html und Universität Michigan, Studie von Ivette Perfecto und Catherine Badgley, www.schrotundkorn.de/2008/200810sp03.html), dass vor allem in Entwicklungsländern die Ernteerträge durch biologischen Anbau höher sind als durch konventionellen Anbau. Konventioneller Anbau verschlechtert z.B. maßgeblich die Bodenqualität, die Biodiversität, die Menge der Wasseraufnahme im Boden und macht die Bauern abhängig von Saatgut und der Düngemittelindustrie. In Indien z.B. hat diese Abhängigkeit in den vergangen ¬¬Jahren tausende von Kleinbauern in den finanziellen Ruin getrieben.
Eine tolle Informationsquelle mit vielen Links und Hintergrundberichten ist die Website und die monatlich erscheinende Zeitschrift „Schrot und Korn“, die kostenlos in Bioläden ausliegt.
Ein absolutes MUSS, um einen Einblick in die Lebensmittelindustrie zu erhalten, ist der Film ‚We feed the World‘. Es ist erschreckend zu sehen, wie die globale Lebensmittelindustrie Einfluss auf Landenteignung, Landvergabe, Landvertreibung, Umweltverschmutzung und Vernichtung hat (nur ein Beispiel ist der massive Soja-Anbau in Brasilien, siehe dazu https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/brasilien-die-gier-nach-soja-frisst-den-regenwald-a-456376.html, dort gibt es auch noch weiterführende Links zu weiteren sehr lesenswerten Artikeln).
Eine Anmerkung zum Thema „Preis“. Würde man die direkten Kosten, die aus den Folgen des konventionellen Anbaus entstehen (z.B. Verlust von Böden, Kosten durch Wasserreinigung, Schäden an der Umwelt) einrechnen, ist Bio günstiger.
Erschreckend sind die Berichte über die massive Vernichtung von Lebensmitteln, die, da sie nicht den Standardgrößen entsprechen oder nicht das gewünschte Aussehen haben oder sich dem Ablauf der Mindesthaltbarkeit nähren, im großen Stil vernichtet werden. Bis zu 50% von vollkommen intakten Produkten werden vernichtet. Das passiert im großen Stil schon auf den Bauernhöfen, in den Groß- und Supermärkten aber auch zu Hause in den eigenen 4 Wänden. Zu viel gekauft, Essen vergessen, schon landet es in der Tonne. Gute Informationsquellen: https://www.essensvernichter.de/ (ein Buch) oder ein Film: https://www.tastethewaste.com/

Kosmetik

„Normale“ Kosmetik bedient sich einer Vielzahl von chemischen und synthetischen Substanzen. Fast immer werden Stoffe auf Mineralölbasis, künstliche Duftstoffe, Konservierungsmittel und Farbstoffe verwendet. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe und  in die Kosmetikverordnung lässt einen staunen und erschreckt, was alles erlaubt ist. Auch testen die meisten multinationalen Konzerne ihre Produkte immer noch in Tierversuchen.
Die Haut ist das größte Organ unseres Körper. Angeblich sollen 60% dessen, was auf unsere Haut und 80% dessen, was in unserem Mund gelangt (z.B. Zahncreme) durch die Haut (und auch durch unsere Nase- Lunge) in unseren Körper absorbiert werden.
Daher haben Inhaltsstoffe in Kosmetikprodukten, die wir alltäglich mehrfach anwenden, einen nicht unerheblichen Einfluss auf unseren Körper.
Besonders umstritten ist zum Beispiel der Einsatz von Aluminium in Deos und in vielen anderen Bereichen (Nahrungsmitteln, Verpackungen, Medikamenten). Wissenschaftler sind besorgt und finden immer mehr Belege für einen möglichen Zusammenhang zwischen Aluminium und dem Auftreten zahlreicher Krankheiten, von Alzheimer bis Brustkrebs, von Allergien bis zu Autoimmunkrankheiten. Dazu gibt es eine spannende Reportage: AKTE ALUMINIUM, nach aufzurufen unter der Mediathek bei ARTE.

Fischindustire

Der kommerzielle Fischfang bedroht immens die Unterwasserwelt und die Artenvielfalt. Infos: https://www.greenpeace.de/themen/meere/fischerei/
Die meisten Fischarten sind derart bedroht, dass diese nicht mehr gefangen werden dürften.
Leider reicht es nicht aus, darauf zu achten mit welcher Fangmethode ein Fisch gefangen wurde, da manche  Bestände schon zu stark bedroht sind.
Auch Aquakultur ist nicht die Lösung. Zum Beispiel gibt es weltweit eine Vielzahl von Lachsfarmen, der größte Lachsproduzent weltweit ist mittlerweile Chile. Die Regierung dort hat kaum Richtlinien zur Haltung und der Verwendung von Antibiotika. Die Auswirkungen auf die Umwelt sind jetzt schon gravierend. In Walen sind erhebliche Rückstände von Antibiotika nachweisbar, da das Wasser in manchen Regionen so stark belastet ist.
s. auch: www.schrotundkorn.de „BioBasics: Biofisch“.
Der aktuelle Ratgeber zu Fisch listet folgende Fischarten als so stark bedroht, dass man sie nicht mehr essen soll (mehr Infos: https://www.wwf.de/aktiv-werden/tipps-fuer-den-alltag/vernuenftig-einkaufen/einkaufsratgeber-fisch/ oder auch bei Greenpeace). Ganz praktisch, es gibt die Infos auch als App fürs Handy für unterwegs beim Einkaufen!

Energie

Klar, je weniger verbraucht wird, desto weniger muss hergestellt werden. Wie uns allen bekannt ist, ist insbesondere der Individualverkehr ein Problem. Kleine und wenig Kraftstoff verbrauchende Kfz’s sind sinnvoll, Car-Sharing vielleicht eine Alternative, das Fahrrad oder das E-Bike hoffentlich immer öfters die erste Wahl.
Energiesparen wo immer es geht, ist Voraussetzung.
Auch die Umstellung des Energieversorgers hin zu einem wirklichen „Grünen Energieversorger“ ist sinnvoll. Die großen Energieversorgerfirmen nutzen ihre Marktposition oft aus und investieren oft nur „scheinheilig“ in alternative/regenerative Energien. Eine gute Info-Seite ist: www.atomausstieg-selber-machen.de
Eine gute Seite, um die persönliche CO2-Bilanz zu berechnen: www.klima-aktiv.de

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Musik und Filme die inspirieren und berühren: unsere Empfehlungen

Alleine die richtige Musik kann Sie bereits dabei unterstützen, eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen und eine gute Stimmung zu erzeugen. Wir haben für Sie einmal, die aus unserer Sicht besten Musikempfehlungen zusammengestellt. Wer darüber hinaus auch bewegende Bilder schätzt, um sich einzustimmen, der findet hier auch eine schöne Auswahl inspirierender Filmwerke…

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Diese Bücher können wir empfehlen, wenn es um Yoga, Ayurveda und Meditation geht

Die Anzahl der Titel im Bereich Yoga, Meditation und Ayurveda geht in die zehntausende. Alleine im Bereich Yoga führt Amazon über 5ooo Titel. Hier sind unsere Top-Empfehlungen für Dich … oder schau bei uns im Studio vorbei, in unserem Shop steht immer eine feine Auswahl aktueller Literatur zur Verfügung.


Yoga

T.K.V. DESIKACHAR · Yoga Tradition und Erfahrung
CHRISTOPHER WALLIS (Hareesh) · Tantra Illuminated*; The Recognition Sutras*
MARK WHITWELL · Yoga of heart *
DONNA FARHI · Bringing Yoga to Life*
JUDITH LASATER · Living your Yoga *
GILL EDWARDS · Living Magically *


klassische Yogatexte

Patanjali’s Yogasutras und die Bhagavad Gita, verschiedene Übersetzungen und Kommentare


Ayurveda

VASANT LAD · Selbstheilung mit Ayurveda – Das Standardwerk der indischen Heilkunde
DAVID FRAWLEY und VASANT LAD · Die Ayurveda Pflanzenheilkunde · The Yoga of Herbs *
ROBERT SVOBODA · Prakruti *
MAYA TIWARI · The Path of Pracitce – A woman’s book of ayurvedic healing *


Energiearbeit/Chakren

CAROLINE MYSS · Geistkörperanatomie
AMBIKA WAUTERS · Life Changes *
ANODEA JUDITH · Lebensräder – Das große Chakren-Lehr- und Übungsbuch


Meditation

SAKYONG MIPHAM · Wie der weite Raum – Die Kraft der Meditation
SHUNRYU SUZUKI · Zen-Geist Anfänger-Geist
PEMA CHÖDRÖN · deutsch: Beginne wo du bist · englisch: Start where you are *


Frauen

CHRISTIANE NORTHRUP · Frauenkörper Frauenweisheit (ein absolutes MUSS für jede Frau und auch jeden Mann!!!)
MAYA TIWARI · The Path of Practice – A woman’s book of ayurvedic healing *
LINDA SPARROWE UND PATRICIA WALDEN · Yoga und Gesundheit für Frauen


Sonstiges

SOGYAL RINPOCHE · Das Tibetische Buch vom Leben und vom Sterben
LEO HICKMAN · Fast Nackt – Mein abenteuerlicher Versuch ethisch korrekt zu leben (lustig)
MARIE-MONIQUE ROBIN · Mit Gift und Genen: Wie der Biotech-Konzern unsere Welt verändert (erschütternd und verstörend, muss man aber wissen!)
KATHRIN HARTMANN · Ende der Märchenstunde – Wie die Industrie die Lohas und Lifestyle-Ökos vereinnahmt


* in englisch

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