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Definition von „Tantra“

10. Dezember 2018

Wenn wir einen Begriff aus dem Sanskrit übersetzen unterscheiden wir drei Definitionsebenen:

1. Wortgetreue Bedeutung (entsprechend einem Lexikon),

2. Etymologische Bedeutung (Herleitung aus dem Wortstamm), und

3. Nirukta bzw. „interpretierende Etymologie“, eine traditionell indische hermeneutische Interpretationsweise. Hier geht es darum zu erklären, warum ein bestimmtes Wort angemessen ist für das, was es bezeichnen soll.

zu 1) z.B. würde man für „Tantra“ in einem Wörterbuch die Begriffe „Rahmen, System“ finden, bezogen auf ein System von Praktiken wäre „Lehre, Theorie und Schrift“ möglich, in diesem Falle also eine schriftliche Anleitung für ein  System von Praktiken. (Beachte: sogar die wortwörtliche Bedeutung hängt vom Kontext ab. Deshalb kann Tantra ausschließlich in einem textilen Kontext mit „Webstuhl“ oder „Gewebe“ übersetzt werden, jedoch niemals im spirituellen Zusammenhang.)

zu 2) Etymologische Bedeutung: Die Verbwurzel  von tantra ist „√tan“, „ausdehnen“; gefolgt von „tra“, dies ist normalerweise ein instrumentaler Suffix. Daher bedeutet tantra „ein Instrument (tra) der Ausdehnung“. Es gibt immer nur eine einzige korrekte etymologische Bedeutung eines Wortes.

zu 3) nirukta: „ein Text ist tantrisch wenn er sich mit Themen von Mantra und den Prinzipien der Realität (tattvas) befasst bzw. diese ausweitet/erweitert (tan), und weil er uns aus dem Kreislauf des Leidens befreit (tra). Dieses ist der Standard nirukta, das wir im „Kāmikā-tantra“ finden. Aber es kann mehr als eine Interpretation geben, und moderne Lehrer haben eigene Interpretationen erstellt.

Auch wenn die grundsätzliche Bedeutung von tantra “Text“ ist, kam es  im Laufe der Zeit dazu, dass der Begriff für eine bestimmte Art von Texten steht, die wir heute als tantrisch charakterisieren. Auf diese Weise angewandt ist das Wort tantra gleichzusetzen mit dem Begriff āgama.

In dem Buch „Tantra Illuminated“ von Christopher Wallis, auf Seite 33 befindet sich eine Liste der entsprechenden spezifischen Charakteristika die einen Tantrischen Text ausmachen.

Übersetzung: Brigitte Heinz, Lektorat: Cornelius Woelke, Marion Inderst
mit freundlicher Genehmigung von Hareesh Christopher Wallis: https://hareesh.org

Negative Energie

2. Oktober 2017

Negative Energie – gibt es die?

(inspiriert durch die Facebook Posts von Christopher D. Wallis (Hareesh) „Die nahen Feinde der Wahrheit #4– Negative Energie “; sowie durch Guru Rattana: „Die Gabe Frau zu sein“)

Mir ist schon häufiger der Begriff „ Negative Energie “ begegnet. Oft auch in Zusammenhang mit Eigenschaften, die manche Menschen angeblich haben. Jemand sei negativ, raube jemand anderem seine Energien … Und dann gibt es noch die Vorstellung, man möge sich auf seinem spirituellen Pfad von solchen Menschen fernhalten, da sie einen in der eigenen Entwicklung aufhalten könnten.

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Bodhichitta – Geist der Erleuchtung

2. April 2017

Die Vortrefflichkeit von Bodhichitta

Buchzusammenfassung von: Geh an die Orte, die du fürchtest – Pema Chödrön

Kernunterweisung: Wir können zulassen, dass die Umstände unseres Lebens uns hart machen, so dass wir immer verärgerter und furchtsamer werden, oder wir können uns von ihnen weicher, sanfter machen lassen, so dass wir freundlicher werden und offener für das, wovor wir uns fürchten. Wir haben stets die Wahl. Weiterlesen »

Die Aura – oder: Koshas – die „Schichten“ des Körpers

7. April 2016

Malerei Mensch in SchichtenWas ist eigentlich eine Aura?

Wir im Westen würden vielleicht sagen, das ist die Ausstrahlung eines Menschen. Manchmal begegne ich jemandem, der/die ohne etwas zu sagen meine Aufmerksamkeit fesselt. Er/sie wirkt einfach durch seine Präsenz, weniger durch seine Optik oder seine Worte. Wenn die Worte dann zu meinem Eindruck passen, umso besser.

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Was hat Yoga für Dich verändert?

2. Juli 2015

Was hat Yoga für Dich verändert?

Diese Frage stellte mir kürzlich eine liebe Freundin. Hmm, eine schwere Frage irgendwie, wo fange ich da an?
Ein Aspekt, den Yoga bei mir vollkommen umgekrempelt hat, ist meine Beziehung zu mir selbst. Ab der Pubertät begegnete ich mir und meinem Körper im besten Fall neutral bis hin zu feindselig. Jeden Sport, den ich machte, unterwarf ich Leistungsgedanken und dem Wunsch, einfach nur besser zu werden. Körperliche Herausforderungen waren ein pures Ankämpfen gegen mich und meine Grenzen, getragen von dem Wunsch nach „mehr, schneller und weiter“. Weiterlesen »

Shunryu Suzuki – Zen-Geist Anfänger-Geist

10. Dezember 2014

Shunryu Suzuki – Zen-Geist  Anfänger-Geist

Buchreport – Daniela Meier

 

Das Buch „Zen-Geist – Anfänger-Geist“ von Suzuki liefert eine eindrucksvolle und verständliche Unterweisung in die Praxis des Zen. Es beschreibt die innere Einstellung bzw. Einsicht, welche die Zen-Praxis und letztendlich die Verwirklichung des eigenen „Zen-Geistes“ ermöglichen; in Meditation wie auch im alltäglichen Leben, denn es gibt keinen Unterschied zwischen diesen beiden Zuständen. Weiterlesen »

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